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Untersuchungen zum Walfleischskandal angelaufen

Die Staatsanwaltschaft in Tokio hat bestätigt, dass es Untersuchungen im Fall des japanischen Walfleischskandals geben wird. Am 15. Mai hatte Greenpeace den Skandal um das gestohlene Fleisch aufgedeckt.

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Bis zu 93 Kisten mit Walfleisch wurde als persönliches Gepäck deklariert und von Crew-Mitgliedern der Walfangflotte illegal von Bord gebracht. Eine viermonatige Greenpeace-Recherche ergab, dass sowohl die verantwortliche Fischereifirma Kyodo Senpaku als auch die Japanische Regierung und das Institut für Walforschung (ICR) von dem Vorgehen gewusst haben.

Wir sind sehr erfreut, dass der Staatsanwalt mit den Untersuchungen begonnen hat, sagt Junichi Sato, Meeresexperte bei Greenpeace Japan. Wir werden alles tun, um ihn bei den Untersuchungen zu unterstützen. Es muss sichergestellt werden, dass nicht nur einzelne Crew-Mitglieder als Sündenböcke bestraft werden. Die Untersuchungen müssen bis an die Spitzenpositionen vordringen.

Während der laufenden Untersuchungen bleibt der Regierung nichts anderes übrig, als die Walfangerlaubnisse von ICR und Kyodo Senpaku auszusetzen. Auch die von Steuerzahlern finanzierten Subventionen müssen gestoppt werden.

Kyodo Senpaku ließ verlauten, das Fleisch sei als Souvenir für die Crew-Mitglieder gedacht gewesen. Die von Greenpeace gesammelten Beweise sprechen eine andere Sprache. So waren der Inhalt der Kartons zum Beispiel als Pappe ausgewiesen.

Neben dem gestohlenen Fleisch gibt es weitere Vorwürfe, die der Staatsanwalt verfolgen muss: Täglich wurde tonnenweise Walfleisch über Bord geworfen, da Produktionskapazitäten fehlten. In einigen Walen wurden Krebstumore gefunden. Sie wurden herausgeschnitten und das Fleisch wurde weiter verarbeitet und verkauft. Außerdem wurde gezielt Jagd auf Wale gemacht, obwohl nur zufällige Stichproben genehmigt wurden.

Schreiben Sie an den japanischen Premierminister Fukuda und Außenminister Koumura eine E-Mail für den Walschutz!.

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