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Unterschlagenes Walfleisch entdeckt

Mitglieder der japanischen Walfangflotte haben massiv Walfleisch unterschlagen und auf eigene Rechnung verkauft. So das Ergebnis einer am Donnerstag in Tokyo veröffentlichten Greenpeace-Recherche. Machen Sie mit, unterstützen Sie unsere Arbeit zum Schutz der Wale. Schreiben Sie eine E-Mail an den japanischen Premierminister Fukuda und Außenminister Koumura, setzen Sie sich für den Walschutz ein!.

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Am 15. April dokumentierten Greenpeacer wie zahlreiche Kartons vom Walfangschiff Nisshin Maru abgeladen wurden. Sie waren als persönliches Gepäck der Besatzung deklariert. Einen dieser Kartons stellten die Greenpeace-Aktivisten sicher.

In dem Karton fanden sie über 23 Kilogramm gesalzenen Walfleisches. Der Marktwert dieses Fleisches beträgt rund 3.000 US-Dollar. Informanten bestätigten, dass dieser Karton keine Ausnahme war. Besatzungsmitglieder haben mindestens 93 solcher Kartons an Land geschmuggelt und auf eigene Rechnung verkauft.

Unterschlagung und Verkauf wurden von der verantwortlichen Walfang-Firma Kyodo Senpaku und der japanischen Regierung gedeckt. Das Vorgehen sei bekannt, beide Augen würden zugedrückt, erzählt ein Zeuge. Auch das Institut für Walforschung (ICR) war über die Regelverstöße informiert. Das ICR ist verantwortlich für den angeblich wissenschaftlichen Walfang.

Neben dem illegal angelandeten Walfleisch fanden die Greenpeacer weitere zahlreiche Beweise für die Unterschlagung und den Verkauf dieses Fleisches. Es wird an Händler geliefert und landet dann auf den Tellern japanischer Spezialitätenrestaurants.

Thilo Maack, Meeresexperte bei Greenpeace fordert: Eine öffentliche Untersuchung in Japan muss jetzt das Ausmaß des Skandals zeigen. Offensichtlich steckt unter der Maske der Wissenschaft die Fratze der Geldgier. Der Walfang muss sofort beendet werden. Auch die deutsche Regierung muss dafür noch mehr Druck machen.

Die wissenschaftlich begründete Waljagd wird schon seit langem international kritisiert. Der Vorwurf, die Jagd sei im Grunde kommerziell motiviert, ist nicht neu. Jetzt stellt sich wiederholt die Frage: Wer profitiert von einem Walfang, der keinerlei wissenschaftliche Neuerungen liefert?

Schreiben Sie an den japanischen Premierminister Fukuda und Außenminister Koumura eine E-Mail für den Walschutz!.

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