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Treffen der Internationalen Walfangkommission

In einem Hotel des Londoner Flughafens hat am Mittwoch ein außerordentliches Treffen der Internationalen Walfangkommission (IWC) begonnen. Bei dem bis Samstag andauernden Treffen geht es um nicht weniger als die Zukunft der Organisation, die in der Walfangfrage heillos zerstritten ist.

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Nach wie vor wird über das internationale Walfangverbot diskutiert, dessen Einhaltung von den Walschutznationen ähnlich vehement gefordert wird, wie seine Aufhebung von den walfangbefürwortenden Staaten. Japan und Norwegen ignorieren das Fangverbot und töten jährlich über 2000 Großwale, darunter auch die besonders stark bedrohten Finnwale.

Angeführt von Japan fordern insgesamt 36 Nationen die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs im großen Stil. Bei einem Großteil dieser Staaten handelt es sich um bettelarme Entwicklungsländer, die im Gegenzug zu großzügigen japanischen Entwicklungshilfezahlungen der IWC beitreten und dort die Walfanginteressen unterstützen.

Ökonomische Gründe für die Wiederaufnahme der kommerziellen Jagd gibt es nicht. Tausende Tonnen Walfleisch lagern in den Kühlhäusern und finden keinen Absatz. Das japanische Fischereiministerium lässt durchblicken, man fürchte einen Präzedenzfall der Auswirkungen auf internationale Fischereiabkommen hätte.

Greenpeace fordert die Modernisierung des bereits 1946 gegründeten Abkommens, das dringend den internationalen modernen Völkerrechtsstandards angepasst werden muss. Nach wie vor gibt es Ausstiegsklauseln, durch die Beschlüsse der IWC unverbindlich werden. Dazu gehört auch die sogenannte wissenschaftliche Jagd, der jährlich über 1000 Großwale durch japanische Harpunen zum Opfer fallen. Zudem fehlen der Konvention Überprüfungs- und Sanktionsmechanismen.

Außerdem muss die IWC endlich den heutigen aktuellen Anforderungen zum Schutz der Wale Rechnung tragen. Neben dem Walfang müssen auch andere Faktoren wie die Folgen des Klimawandels, die schleichende Vergiftung der Meere oder der hundertausenfache Tod in den Netzen der Weltfischerei berücksichtigt werden.

(Autor: Thilo Maack)

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