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Stinkende Wale mit Chemikalien verseucht

Bei der Internationalen Walfangkommission (IWC) ging es am Mittwochmorgen um den Eingeborenen-Walfang, den es in Grönland, Alaska, in der Karibik, in Kanada und auch in Russland gibt. Die Tiere sind zum Teil mit petrochemischen Substanzen verseucht.

Die russische Delegation berichtete von 110 Grauwalen, die der Stamm der Chukotkan ganz im Norden Sibiriens gefangen hatte. Sechs dieser Grauwale waren so stark mit Chemikalien angereichert, dass sie schon von weitem stanken. Ihre Körper waren so hoch belastet - besonders das Fett und die Zunge - dass die Tiere nicht essbar waren.

Selbst als Futter für die Schlittenhunde konnte das Walfleisch nicht verwendet werden. Nach Vermutungen der Russen gehören rund zehn Prozent der Grauwale zu den Stinkenden Walen. Als Ursache werden Vergiftungen durch die Ölindustrie vermutet.

Ebenfalls am Mittwoch hat die japanische Regierung angekündigt, ab dem kommenden Winter doppelt so viele Wale wie bisher töten zu wollen. Unter dem Deckmantel der Wissenschaft sollen zusätzlich jeweils 50 der bedrohten Finn- und Buckelwale getötet werden. In der Abstimmung ist Japan mit diesem Antrag knapp mit 27 zu 30 Stimmen gescheitert. Die japanische Regierung kündigte an, das Forschungsprogramm dennoch durchzuführen.

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