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Piratenfischern auf der Spur

Station Westafrika - März bis Mai 2006

Weltweit schrumpfen die Fischbestände. Der Kampf um die letzten Fische wird härter. Deshalb steuern die Fangflotten mittlerweile immer fernere Gewässer an und operieren längst nicht mehr nur legal. Durch die sogenannte Piratenfischerei wird den örtlichen Küstengemeinden ihre vorrangige Nahrungsgrundlage entzogen. Zudem werden ihnen die Einkünfte gestohlen.

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Die Greenpeace-Crew dokumentierte einen aktuellen Fall vor Westafrika: Wir verfolgten einen Trawler - beladen mit 200 Tonnen gestohlenem Fisch - von Guinea (Westafrika) bis nach Las Palmas (Spanien). So konnte Greenpeace beweisen, dass der Hafen von Las Palmas noch immer ein Eldorado für das Reinwaschen von illegalem Fisch ist.

Dieses Mal wurde der Fisch durch die spanischen Behörden beschlagnahmt. Zudem wurde der Trawler zur Zahlung einer bisher einzigartigen Strafe von 400.000 US-Dollar verurteilt. Zu Beginn dieser Etappe hatten wir uns vorgenommen, die Piratenfischerei in den westafrikanischen Gewässern zu belegen. Das haben wir geschafft!

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