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Fünf vor zwölf für den Kabeljau

Station Nord- und Ostsee - August/September 2006

Während wir im Mittelmeer unseren Vorschlag für Schutzgebiete erstmalig vorstellen, kehren wir mit der Arctic Sunrise in die Nord- und Ostsee zurück, um unsere 2004 begonnene Kampagne für die Einrichtung von Schutzgebieten fortzusetzen. Die Arbeit konzentriert sich dieses Jahr auf Kabeljau (Nordsee) und Dorsch (Ostsee).

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Die Bestände des einstigen Brotfisches sind längst überfischt. Dennoch ignorieren die Politiker seit Jahren die wissenschaftlichen Empfehlungen bei der Fangquotenvergabe. Und nicht nur die legale Fischerei trägt zur Überfischung bei - illegale Fischerei ist ein Riesenthema in Nord- und Ostsee.

Die Crew der Arctic Sunrise protestiert in Eemshaven (Holland) gegen die Anlandungen von illegalem Kabeljau aus der Barentssee und spürt in der Ostsee einen illegalen Dorschfischer auf. Zudem tauchen alte Bekannte in Kaliningrad (Russland) auf: Fünf illegal operierende Fischtrawler, gegen die wir bereits in Rostock, Swinemünde (Polen) und Klaipeda (Litauen) protestiert haben. In Kaliningrad gelingt es nun endlich sie festzusetzen.

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Das Bundesinnenministerium hat unter Federführung des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie den finalen Entwurf des Raumordnungsplans für die deutsche Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) jenseits des Küstenmeers der Nord- und Ostsee vorgelegt. Ziel soll die nachhaltige Nutzung sein, nicht zuletzt um den guten Umweltzustand der Meere zeitnah zu erreichen. Der Plan soll bis mindestens 2031 gelten. Die deutschen Umweltverbände kritisieren den Entwurf, hier die ausführliche Stellungnahme.

High Stakes

The environmental and social impacts of destructive fishing on the high seas of the Indian Ocean

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