Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Schluss mit der Robbenjagd!

Trotz starker internationaler Proteste ist in Kanada am Samstag der Startschuss für die Robbenjagd gefallen. Dieses Jahr beläuft sich die Jagdquote auf 325.000 Tiere. Die Robben werden auf grausamste Weise erschlagen oder erschossen. Helfen Sie mit, dem brutalen Treiben ein Ende zu setzen, und fordern Sie den kanadischen Botschafter auf, sich für das Ende der Jagd einzusetzen.

  • /

Sie können für Ihren Brief unsere Vorlage nutzen. Die Adresse des kanadischen Botschafters lautet: Botschaft von Kanada, Leipziger Platz 17, 10117 Berlin.

Sehr geehrter Herr Botschafter,

ich bin entsetzt darüber, dass in Kanada auch in diesem Jahr wieder Tausende von Jungrobben erschlagen und erschossen werden. Ich möchte Sie bitten, Ihren Einfluss bei der kanadischen Regierung geltend zu machen, damit dieses sinnlose Töten aufhört. Sie schaden damit dem Ruf Ihres Landes, das eigentlich für die Bewahrung von Natur und Tierwelt steht.

Die Robben sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt. In diesem Jahr ist das Eis in den Aufzuchtregionen so dünn, dass schon viele der Robbenbabies ertrunken sind. Das ist eine Folge des Klimawandels. Aber auch Umweltgifte machen den Tieren zu schaffen. Und jetzt ziehen wieder die Jäger aufs Eis. Das muss aufhören.

Kanada ist ein kulturell hoch entwickeltes und sehr reiches Land. Es muss Ihnen möglich sein, diese grausame Jagd zu stoppen und für die dort lebenden Menschen sinnvolle Beschäftigungen zu finden. Die Robbenjagd ist nur ein saisonales "Geschäft" für die ehemaligen Fischer. Die Robben sind Sündenböcke einer verfehlten Fischereipolitik. Wichtiger wäre ein sinnvolles Management der Fischbestände, das allen ein Überleben sichert.

Mit freundlichen Grüßen

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Zum Wegkrabbeln

Keine Ausreden mehr: Wissenschaftler haben weltweit den Zustand der Arten bewertet, die Fakten sind bekannt. Christoph Thies von Greenpeace erzählt, was das bedeutet.

Klimakiller Kunststoff

Plastik ist schädlich für die Umwelt – so weit, so bekannt. Ein neuer Report beleuchtet einen bislang vernachlässigten Aspekt von Kunststoffen: wie sie den Klimawandel vorantreiben.

Löchrige Lebensversicherung

Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht. Die Wissenschaft fordert ein radikales Umdenken. Was der Weltbiodiversitätsrat empfiehlt, erzählt Christoph Thies von Greenpeace.