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Robbenschlachten als Touristenspaß

Im Frühjahr 2005 ist es so weit. In Norwegen dürfen Touristen Kegelrobben und Seehunde schlachten. Die norwegische Regierung hat die Jagd auch für ausländische Schützen freigegeben. Zwei norwegische Reiseveranstalter sind zynisch genug, die Robbenjagd als Urlaubsattraktion anzubieten.

Seit drei Jahren versucht der norwegische Fischereiminister Svein Ludvigsen, die Jagd auf Robben als spektakuläres Ferienerlebnis für Touristen anzubieten. Und sein Anliegen mit einer verlogenen Argumentation zu legitimieren: Robben zerstörten die Netze der Fischzuchtanlagen und übertrügen Parasiten, die Fischfleisch ungenießbar machten. Außerdem gefährdeten die Robben die Fischbestände. Doch richtig ist: Der Mensch selbst ist schuld an reduzierten Fischbeständen. Seit Jahren werden die Meere für den Fischhunger der Industriestaaten überfischt.

Wir garantieren, dass Sie Ihre Jagd nicht so schnell vergessen werden, wirbt das norwegisches Tourismus-Unternehmen Polar Events. Knapp 170 Euro soll ein Jagdtag mit garantiertem Abschuss kosten, rund 1000 Euro zahlt der Trophäenjäger für vier Tage und den Abschuss von zwei Tieren. Doch wer will in so einem Land noch Urlaub machen! (bes)

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