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Rainbow Warrior in Island angekommen

Das Greenpeace-Flaggschiff Rainbow Warrior ist am Freitag in der isländischen Hauptstadt Reykjavik angekommen. Um den von Island kürzlich wieder aufgenommenen Walfang zu stoppen, machte Greenpeace der isländischen Regierung ein Angebot: Wir werden unsere Unterstützer sowie die Öffentlichkeit darin bestärken, sich in Zukunft öfter für Island und für Ökoreisen zu entscheiden, teilte der Greenpeace-Sprecher an Bord der Rainbow Warrior, Frode Pleym, mit. Im Gegenzug erwarten wir, dass Island keine weiteren Wale tötet.

Es wird vermutet, dass seit dem Beginn der isländischen Waljagd bereits zwölf Minkewale getötet wurden. Das Töten der Tiere beschädigt nach Aussagen von britischen, französischen und US-amerikanischen Reiseunternehmen das Image von Island schwer. Zahlreiche Touristen haben wegen der Waljagd ihre Islandreisen abgesagt, erklärt Pleym. Der britische Fischereiminister Ben Bradshaw hatte in der vergangenen Woche sogar seine Landsleute aufgefordert, keine isländischen Fischprodukte mehr zu kaufen.

Die Mannschaft der Rainbow Warrior geht auf Tour rund um die Insel, um die isländische Öffentlichkeit über die negativen Folgen des Walfangs zu informieren. Mit Walfleisch lässt sich auf dem kleinen Markt in Island nicht viel Geld verdienen, sagt Pleym. Auch Japan als Absatzmarkt ist nicht sicher. Dagegen bieten wir den Isländern eine Zusammenarbeit an, um eine zukunftsorientierte und in ökologischer Hinsicht nachhaltige Gesellschaft ohne Walfang zu erreichen. (nic)

Schreiben Sie an den isländischen Botschafter in Deutschland und fordern Sie ihn auf, den Wiedereinstieg in den Walfang aufzugeben.

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