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Piratenfischer: Politiker in der Pflicht

Die Reaktion auf den Greenpeace-Besuch am Montag bei den politisch Verantwortlichen hätte kaum unterschiedlicher ausfallen können: Im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in Berlin wurde Greenpeace-Meeresexpertin Stefanie Werner noch am Montagabend von Staatssekretär Gert Lindemann empfangen. Dabei konnte sie ihm den Schlüssel für die Kette zu den Piratenfangschiffen persönlich übergeben.

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Lindemann nahm den Schlüssel und einen Brief an Minister Horst Seehofer erfreut entgegen. Er betonte wie wichtig der Kampf gegen die illegale Fischerei sei. Greenpeace gegenüber versicherte er, sich weiterhin verstärkt dafür einzusetzen, dass die restlichen illegalen Fischerboote den Hafen von Rostock nicht einfach verlassen können. Sie sollen den Hafen nur dann verlassen dürfen, wenn glaubhaft versichert werde, dass die Schiffe nicht mehr illegal fischen.

In letzter Konsequenz hielt er sogar eine Zwangsversteigerung für vorstellbar, sollten die Betreiber nicht glaubhaft machen können, zukünftig legal zu handeln oder sollten sie für die Liegegebühren nicht mehr aufkommen können.

Im Landwirtschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern war Minister Tillmann Backhaus (SPD) für Greenpeace nicht zu sprechen. Meeresexpertin Andrea Cederquist musste den für Backhaus bestimmten Schlüssel der Leiterin der Pressestelle des Ministeriums übergeben.

Am Samstagmorgen hatten Greenpeace-Aktivisten die illegalen Fischtrawler im Rostocker Hafen mit einer Kette symbolisch festgesetzt. Eines der fünf Piratenfischer-Schiffe hatte am Freitagabend den Hafen überraschend verlassen.

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