Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Piratenfischer erwischt!

Greenpeace-Umweltaktivisten haben am Dienstag erfolgreich guineischen Beamten beim Auffinden und Stoppen von Piratenfischer helfen können. Ein Greenpeace-Helikopter hatte das Schiff, das ohne Genehmigung in westafrikanischen Gewässern fischte, während eines morgendlichen Rundflugs entdeckt.

  • /

Der guineische Marine-Offizier und der Fischereiinspektor an Bord der Esperanza konnten mit einem Schlauchboot zu dem illegalen Trawler unter chinesischer Flagge gebracht werden. Der Kapitän der Lian Run No 14 gab vor, die Papiere befänden sich im Hafen von Las Palmas - einem Top-Umschlagplatz für illegal gefangenen Fisch. Die Esperanza wird das Schiff nun nach Conakry, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes, begleiten und den Behörden übergeben.

Auf alle Fischkisten an Bord der Lian Run waren die Namen sieben anderer Schiffe gedruckt. Das legt den Verdacht nahe: Auch lizensierte Schiffe beteiligen sich am illegalen Fischfang, indem sie ihre Kisten mit dem Fang von Piratenfischern abfüllen. Wir haben heute einen Piraten gefunden, aber wir wissen, dass da draußen eine ganze Flotte von ihnen dabei ist, jeden Tag Fisch zu stehlen, hier und in jedem anderen Ozean, sagt Greenpeace-Sprecherin Sarah Duthie.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Industrielandschaft im Meer

Noch immer sind Öl- und Gaskonzerne in der Nordsee aktiv und fügen dem Meer damit täglich Schaden zu. Greenpeace bricht mit zwei Schiffen auf, um die Zerstörung zu dokumentieren.

Steiniger Weg zum Ziel

Fotostrecke: Greenpeace-Aktive versenken weitere Steine in der Ostsee vor Rügen. So wollen sie das Schutzgebiet Adlergrund vor zerstörender Grundschleppnetzfischerei bewahren.

Steinerner Meeresschutz

In deutschen Meeresschutzgebieten ist zerstörerische Fischerei immer noch erlaubt. Greenpeace Aktivistinnen und Aktivisten wollen den Stillstand nicht länger dulden.