Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Piratenfischer erwischt!

Greenpeace-Umweltaktivisten haben am Dienstag erfolgreich guineischen Beamten beim Auffinden und Stoppen von Piratenfischer helfen können. Ein Greenpeace-Helikopter hatte das Schiff, das ohne Genehmigung in westafrikanischen Gewässern fischte, während eines morgendlichen Rundflugs entdeckt.

  • /

Der guineische Marine-Offizier und der Fischereiinspektor an Bord der Esperanza konnten mit einem Schlauchboot zu dem illegalen Trawler unter chinesischer Flagge gebracht werden. Der Kapitän der Lian Run No 14 gab vor, die Papiere befänden sich im Hafen von Las Palmas - einem Top-Umschlagplatz für illegal gefangenen Fisch. Die Esperanza wird das Schiff nun nach Conakry, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes, begleiten und den Behörden übergeben.

Auf alle Fischkisten an Bord der Lian Run waren die Namen sieben anderer Schiffe gedruckt. Das legt den Verdacht nahe: Auch lizensierte Schiffe beteiligen sich am illegalen Fischfang, indem sie ihre Kisten mit dem Fang von Piratenfischern abfüllen. Wir haben heute einen Piraten gefunden, aber wir wissen, dass da draußen eine ganze Flotte von ihnen dabei ist, jeden Tag Fisch zu stehlen, hier und in jedem anderen Ozean, sagt Greenpeace-Sprecherin Sarah Duthie.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Nah am Wasser gebaut

Das Ozeaneum in Stralsund feiert Geburtstag. Seit 2008 macht sich das Museum für den Meeresschutz stark – und war von Anfang an ein großartiger Kooperationspartner für Greenpeace.

Ins Gewissen geredet

Sie müssen nicht, aber sie wollen: Internationale Krillfangunternehmen lassen künftig empfindliche Gebiete der Antarktis in Ruhe. Ein wichtiger Schritt Richtung Schutzgebiet.

Schneeweiß und doch schmutzig

Winzige Plastikteile und menschengemachte Umweltgifte belasten selbst die entlegensten Orte der Welt. Das belegen Schnee- und Wasserproben, die Greenpeace am Südpol genommen hat.