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Norwegen beendet Walfangsaison

Auch in diesem Jahr hat Norwegen seine Walfangqote nicht ausgeschöpft. Der Grund: Es existiert kein nennenswerter Absatzmarkt für Walfleisch, weder im eigenen noch in anderen Ländern.

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Bereits das dritte Jahr in Folge hält Norwegen an seiner übertrieben hohen Fangqote von 1052 Minkewalen fest - nur 532 Wale wurden hingegen erlegt. Der Walfang hat sich zur Nischenindustrie entwickelt, Absatzmärkte für Walfleisch schwinden.

Gerade mal 100 Menschen pro Jahr finden im Walfanggeschäft Arbeit. Hingegen verlieren im Durchschnitt rund 800 Fischer im Jahr ihre Stelle, seitdem Norwegen 1993 den kommerziellen Walfang wieder einführte.

1982 wurden Wale von der Internationalen Walfangkommission (IWC) unter Schutz gestellt. Als einzige Nation legte Norwegen ein Veto ein und ignoriert seitdem sämtliche Aufforderungen zur Beendigung des Walfangs.

Der Walfang lohnt sich ökonomisch nicht, das Fleisch ist hochbelastet mit Umweltgiften, der Export ist unmöglich und außerdem zieht man sich den Unmut der Weltöffentlichkeit zu. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln und erneut die norwegische Regierung und alle anderen Fangnationen zum Stopp aufrufen, sagt Greenpeace-Meerescampaigner Thilo Maack.

Die jährliche Walfangquote wird von Norwegen selbst festgelegt und basiert auf Beobachtungen von Walfängern und Wissenschaftlern. Diese weichen jedoch stark von Untersuchungszahlen der EU ab.

So langsam sollte auch der allerletzte Ignorant verstehen: der Walfang hat keinen Platz im 21. Jahrhundert, nicht in Norwegen, nicht in Japan und auch sonst nirgendwo, so Maack.

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