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Nisshin Maru kündigt Heimfahrt an

Neun Tage nach dem Brand an Bord des japanische Walfangschiff Nisshin Maru im antarktischen Walschutzgebiet hat sich die Walfangflotte am Samstag auf den Weg zurück nach Japan gemacht. Gegen halb sechs neuseeländischer Zeit konnte die Crew der Esperanza beobachten, wie sich der Havarist langsam in Bewegung setzte. Die Esperanza wird die Walfänger aus den Gewässern der Antarktis hinaus begleiten.

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Die Regierung Neuseelands hatte die Japaner seit einer Woche gedrängt, das Hilfsangebot von der Esperanza anzunehmen und das Schiff so schnell wie möglich aus der sensiblen Ökozone heraus schleppen zu lassen. Doch die japanischen Behörden lehnten dies ab, obwohl keines ihrer Schiffe für die antarktischen Gewässer noch für Packeis ausgerüstet ist.

Da der Sommer in der Antarktis zu Ende geht, wird das Packeis immer dichter. Unter den herrschenden Wetterverhältnissen drohte die Gefahr, dass die Tanks der Nisshin Maru reißen und ihre mehr als 1000 Tonnen Öl, Benzin und Chemikalien auslaufen könnten. Davon wäre unter anderem die größte Pinguin-Kolonie der Welt bedroht worden.

Nach dem Abzug der Nisshin Maru aus der Region darf sich dort kein Walfänger mehr aufhalten, forderte Karli Thomas, Greenpeace-Expeditionsleiterin an Bord der Esperanza. Nicht nur wegen des Walfangprogramms, sondern auch wegen der inakzeptablen Risiken für die Umwelt und das Leben im Meer. Es ist bereits das zweite Feuer, das auf der Nisshin Maru ausgebrochen ist. Das erste gab es 1998. Auch sie kritisiert scharf, dass keines der Schiffe in der japanischen Walfangflotte für das Packeis ausgerüstet ist, obwohl diese ständig in der Nähe des Eises unterwegs sind.

Thomas sagte zur Fahrt der Nisshin Maru: Wenn die Walfänger einfach nur aus den antarktischen Gewässern verschwinden, werden wir sie begleiten und ihnen unsere Unterstützung anbieten. Wenn sie aber wieder mit dem Walfang anfangen, werden wir mit unseren friedlichen Aktionen starten, um ihre Jagd zu stoppen.

Bei dem Feuer auf der Nisshin Maru vor gut einer Woche war ein japanischer Seemann ums Leben gekommen. Das Schiff hatte aus eigener Kraft nicht mehr manövrieren können und war zur Stabilisierung zwischen zwei Booten vertäut worden. Der Kapitän der Nisshin Maru hatte der Crew schon vor einigen Tagen erzählt, dass er die Region verlassen wolle.

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