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Nach Protest: Greenpeacer kommen frei

In der indischen Hauptstadt Neu Delhi sind am Dienstag drei Greenpeace-Aktivisten nach mehrtägiger Haft wieder auf freien Fuß gekommen. Zuvor hatten vor der indischen Botschaft in Berlin zehn Greenpeacer in Häftlingskleidung gegen die Festnahme protestiert. Den Aktivisten in Indien wird ein Verstoß gegen das Schutzgesetz für Wildtiere zur Last gelegt.

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Am vergangenen Freitagmorgen hatten sie mit neun weiteren Greenpeacern vor dem Sitz des Chefministers für den indischen Bundesstaat Orissa im Osten des Subkontinentes gegen dessen Untätigkeit beim Schutz der Meeresschildkröten protestiert.

Der Minister blieb unbehelligt, obwohl ihn eigentlich gesetzliche Auflagen verpflichten, das Massensterben zu stoppen. Die Aktivisten hingegen werden wegen Verstoßes gegen das Schutzgesetz für Wildtiere angeklagt. Dabei hatten sie lediglich drei Kadaver und meherere Skelette von olivfarbenen Bastardschildkröten von den Stränden in Orissa nach Neu Delhi gebracht und sie dort vor dem Amtssitz des Chefministers ausgestellt.

Es sollte ein Weckruf für den Minster sein. Die Aktivisten wurden festgenommen und müssen sich wegen Übertretung des Gesetzes verantworten. Danach soll der Transport der Kadaver und Skelette der bedrohten Tiere verboten sein. Ihnen drohen mehrjährige Haftstrafen.

Es ist höchste Zeit, das der Chefminister die Dringlichkeit der Situation begreift, hatte Ashish Fernandes, Meeresexperte von Greenpeace Indien, am Freitag erklärt. Er kann sich nicht länger vor seiner Verantwortung für das jährliche Massensterben der Schildkröten drücken. Dass er nicht die einfachen Maßnahmen zum Schutz der bedrohten Tiere auf die Reihe kriegt, zeugt von Inkompetenz.

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