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Mittelmeer

Die sonnigen Urlaubsstrände des Mittelmeeres liegen vielen Deutschen näher als die eigene Nord- oder Ostseeküste. Allerdings täuschen der weiße Sand und das meist klare Wasser über den miserablen ökologischen Zustand des Mittelmeeres hinweg. Die Fischbestände stehen zum größten Teil kurz vor dem Zusammenbruch. Probleme wie Wasserverschmutzung und schlechtes Küstenmanagement tragen zum katastrophalen Zustand erheblich bei.

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Greenpeace-Aktivisten machen von Mitte Mai bis Ende August auf die bedrohliche Umweltsituation des Mittelmeeres aufmerksam. Es werden zwei Aktionsschiffe, die Esperanza und die Arctic Sunrise, eingesetzt. Die Esperanza tourt durch die Häfen entlang der östlichen Mittelmeerküste und stellt dort ein von Greenpeace entwickeltes Schutzgebietsnetzwerk vor. Zudem protestieren beide Greenpeace-Schiffe gegen besonders drängende Probleme wie die Thunfischmast und den Einsatz von kilometerlangen Treibnetzen.

In der Thunfischmast werden junge, nicht vermarktungsfähige Thunfische in riesigen Unterwasserkäfigen fett gefüttert. Die Mäster verstoßen damit gegen europäisches Recht, doch die europäischen Fischereibehörden tolerieren dies. Die Thunfische werden anschließend mit gewaltigem Gewinn meist nach Japan verkauft.

Den Einsatz von Treibnetzen verboten die Vereinten Nationen bereits 1998 weltweit. In diesen Todeswänden verfangen sich sämtliche Meerestiere, die sich in der Nähe der Wasseroberfläche bewegen. Dies gilt besonders für die großen Jäger wie Haie, Thun- und Schwertfische, aber auch Schildkröten und Kleinwale wie Delfine und sogar Meeresvögel sind betroffen. Als unnützer Beifang gehen diese Tiere beim Sortieren der Netze wieder über Bord - eine unglaubliche Verschwendung von Leben!

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