Schwedische Behörden begrüßen Greenpeace-Steine

Es scheint ein europaweites Phänomen zu sein: Auf dem Papier werden Meeresschutzgebiete ausgewiesen. In der Realität hilft das wenig, denn weiterhin werden diese ausgewiesenen Gebiete wirtschaftlich genutzt. Auch in Schweden hat die Regierung zwar Natura-2000-Schutzgebiete im Meer ausgewiesen, allerdings erfährt die Umwelt dort genau so viel Schutz wie das deutsche Sylter Außenriff: nämlich keinen.
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Daher haben unsere skandinavischen Kollegen beschlossen, den zwei schwedischen Natura-2000-Gebieten "Fladen" und "Middelgrund" den Schutz zu geben, den sie verdienen. Denn die Gründe, warum diese beiden Gebiete als Schutzgebiete ausgewiesen wurden, gleichen denen des Sylter Außenriffs: Auch dort kommen seltene Steinriffe und flache Sandbänke mit einzigartigen Tier- und Pflanzengemeinschaften vor. Zudem kommen dort Algenarten vor, die - ähnlich wie Korallen in den Tropen - Riffe ausbilden.

In den Gebieten "Fladen" und "Middelgrund" liegen Kelpwälder, die einen dicht besiedelten Lebensraum für viele Meerestierarten bieten. Besonders das Gebiet "Fladen" gilt als wichtiges Laichgebiet für viele kommerziell genutzte Fischarten wie zum Beispiel den Ostseedorsch. Beide Regionen sind wichtige Überwinterungsplätze für zahlreiche Vogelarten.

Ab Anfang August wollen wir in "Fladen" und "Middelgrund" Steine versenken, um auch diese Meereszonen vor zerstörerischer Fischerei zu bewahren. Greenpeace Schweden hatte bereits im Februar 2009 die zuständige Naturschutzbehörde der Region Halland über diese Absicht informiert und parallel um eine behördliche Einschätzung gebeten. Das Ergebnis: Die Behörde erkennt die Steine als Schutzmaßnahme an und teilte mit, dass für das Versenken von Steinen keine Genehmigung benötigt wird.

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