Schutz für Seeberge und Tiefseekorallen im Pazifik

Eine gute Nachricht: Mehr als 16 Millionen Quadratmeilen Meeresboden sind seit März 2011 im Nordpazifik vor Grundschleppnetzfischerei geschützt. Staaten wie USA, Kanada, Japan, Russland, China und Taiwan folgten damit einer Verpflichtung zum Schutz von wertvollen Meeresökosystemen wie Unterwasserbergen und Tiefseekorallenriffen in internationalen Gewässern, die sie im Rahmen der Vereinten Nationen 2007 eingegangen waren.
  • /

Die beschlossenen Schutzmaßnahmen stoppen die Ausdehnung der Grundschleppnetzfischerei und erfordern eine Bewertung der Fischereien zur Nachhaltigkeit der Bestände ebenso wie ihrer Auswirkungen auf sensible Lebensräume wie Unterwasserberge.

Die Delegierten schlossen ebenso die Verhandlungen zur Errichtung eines neuen Fischereiabkommens im Nordpazifik ab. Ist der Vertrag unterzeichnet und ratifiziert, dann tritt die neue Regionale Fischereimanagement Organisation für den Nordpazifik (North Pacific Fishery Commission) in Kraft. Diese wird die Umsetzung existierender Regulierungen überprüfen und für Fischereien dieser Region, die bisher nicht reguliert sind, ein Management erstellen.

Weitere Informationen finden Sie bei oceana.org. Mehr zur UN-Verpflichtung finden Sie unter stateoftheocean.org.

Mehr zum Thema

Tiefseefischerei: Raubbau in der Finsternis

Die Tiefsee ist noch kaum erforscht, doch schon bedroht: Die Fischerei mit Grundschleppnetzen in bis zu 2.000 Metern Tiefe zerstört artenreiche Seeberge mit uralten Korallen und beutet die...

Australien errichtet größtes Reservat der Welt

Mit einem Netz aus sechs Meeresschutzgebieten hat Australien das größte Naturschutz-Reservat der Welt geschaffen. Es umfasst eine Fläche von 2,3 Millionen Quadratkilometern. Australien...