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Keine Robben-Faxe mit Bezug auf Greenpeace!

Greenpeace distanziert sich ausdrücklich von einem Flugblatt, das derzeit vielen ahnungslosen Faxbesitzer/innen zugesandt wird. Titel: Tod im Packeis: Robbenkinder sterben leise!! Das Flugblatt verwendet Zitate unserer Meeresbiologin Andrea Cederquist und erweckt den Anschein, als stehe Greenpeace hinter der Fax-Aktion. Das ist nicht der Fall!

Das Flugblatt bezieht sich auf die Robbenjagd an der Küste Nordkanadas. Es zitiert unsere Meeresexpertin beispielsweise mit der Aussage: Die kanadische Regierung konnte die Jagd noch nie überzeugend begründen. Sie ist sinnlos und ethisch verwerflich. Diese Aussage ist zwar richtig zitiert, wird aber in einem Zusammenhang verwendet, der mit Greepeace nichts zu tun hat. Bevor uns der Faxaufruf am 4. April erreichte, war uns davon nichts bekannt.

In dem Flugblatt werden ahnungslose Tierfreunde aufgefordert, an einer Fax-Abstimmung für beziehungsweise gegen die Robbentötung teilzunehmen. Ihr Votum sollen sie per Fax an die Nummer 0190-839 755 senden. Das Umfrageergebnis soll laut Verfasser an das Fischereiministerium in Kanada, an den kanadischen Botschafter, an Fernsehen, Tageszeitungen und weitere Medien weitergeleitet werden.

Bei genauem Durchlesen des Kleingedruckten muss man feststellen, dass für die Beteiligung eine Faxgebühr in Höhe von 1,86 Euro pro Minute fällig wird. Eine ordentliche Absenderangabe beziehungsweise ein Impressum fehlen völlig. Wir raten dringend von der Teilnahme an dieser und ähnlich dubiosen Umfragen ab.

Sie können aber trotzdem etwas tun. Beteiligen Sie sich an unserer Protestmail-Aktion Schluss mit der kanadischen Robbenjagd an den kanadischen Botschafter in Berlin.

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