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Kein Aufatmen für das Leben in der Ostsee

Verseucht und überfischt - herzlich willkommen an der Ostsee, so haben Greenpeace-Aktivisten am Donnerstag die Umweltminister der Ostsee-Anrainerstaaten in Krakau/Polen begrüßt. Dort ist heute der Ostsee-Aktionsplan verabschiedet worden. Ein Ergebnis jahrelangen Feilschens: Die Minister einigten sich darauf, die Belastung des europäischen Meeres mit Nährstoffen zu senken - ab 2016.

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Die Kommission zum Schutz der Ostsee (HELCOM) existiert seit 33 Jahren. Trotzdem weist die Ostsee heute die größte tote Zone von allen Meeren auf. Vor allem die industrialisierte Landwirtschaft leitet Jahr für Jahr Unmengen von Stickstoff und Phosphor ein.

Durch die Überdüngung und den daraus resultierenden Sauerstoffmangel ist auf rund 100.000 Quadratkilometern schon alles Leben erloschen. Überdies sind vier von sechs kommerziell bejagten Fischarten akut überfischt und vom Aussterben bedroht.

Greenpeace hatte bereits im Vorfeld des Treffens von Krakau wiederholt gefordert, die Einleitungen in die Ostsee drastisch zu reduzieren. Außerdem müssen weitaus mehr Gebiete unter Schutz gestellt werden. Die jetzigen sechs Prozent geschützter Fläche sind ein Armutszeugnis für die Arbeit der HELCOM.

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