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Japanische Greenpeace-Mitarbeiter bleiben inhaftiert

Die beiden Greenpeace-Mitarbeiter Junichi Sato und Toru Suzuki bleiben weitere zehn Tage ohne Anklage in Untersuchungshaft. Das hat am Dienstag ein Gericht in der japanischen Stadt Aomori beschlossen. Die beiden Aktivisten wurden festgenommen, nachdem sie den größten Skandal der japanischen Walfanggeschichte aufgedeckt hatten.

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Sato und Suzuki wurden am 20. Juni nach einer Großrazzia im japanischen Greenpeace-Büro in Tokio festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, eine Kiste mit Walfleisch gestohlen zu haben.

Die Walschützer hatten diese Kiste selber der Staatsanwaltschaft übergeben. Sie war eine von rund 93, die japanische Walfänger von Bord geschmuggelt hatten, um das Fleisch auf eigene Rechnung zu verkaufen - eine Praxis, die offenbar seit Jahren gang und gäbe ist. Das Fleisch stammt aus angeblich wissenschaftlichem Fang. Der Marktwert pro Karton liegt bei etwa 3.000 US-Dollar.

Der Schmuggel geschieht mit Wissen der Walfangfirma Kyodo Senpaku, den verantwortlichen Regierungsvertretern und dem Institut für Walforschung (ICR), das sich ausschließlich aus Steuergeldern finanziert.

In diesem Jahr dokumentierten Greenpeace-Aktivisten den Vorgang und stellten einen der Kartons als Beweismittel sicher. Die Staatsanwaltschaft begann, den Fall zu untersuchen. Sie stellte ihre Ermittlungen gegen die Walfänger jedoch schon nach kurzer Zeit wieder ein - aus Mangel an Beweisen.

Junichi und Toru haben der Polizei von Beginn an sämtliche Beweise und sich selbst als Zeugen zur Verfügung gestellt. Ein Skandal, dass sie so lange festgehalten werden, die Ermittlungen gegen den Schmugglerring aber inzwischen eingestellt wurden, sagt Gerd Leipold, Geschäftsführer von Greenpeace International.

Die japanischen Behörden müssen dringend ihre Ermittlungen gegen die Drahtzieher des Skandals wieder aufnehmen, die von der Walfangindustrie und Teilen der Regierung gedeckt werden. Sie sollten nicht diejenigen verfolgen, die dieses Unrecht erst an die Öffentlichkeit gebracht haben.

Weltweit haben sich inzwischen fast 190.000 Menschen an einer Online-Aktion von Greenpeace beteiligt. Mit einer Petition an den japanischen Premierminister Yasuo Fukuda setzten sie sich für die sofortige Freilassung der beiden Greenpeace-Mitarbeiter ein.

In 29 Ländern rund um den Globus protestierten Greenpeace-Aktivisten gegen die Inhaftierung der Japaner. Greenpeace Deutschland protestiert derzeit mit einer Mahnwache vor der japanischen Botschaft in Berlin.

Bitte helfen Sie uns! Fordern auch Sie die Freilassung der Greenpeace-Aktivisten!

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