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Japan sucht nach Absatzmarkt für Walfleisch

Die japanische Regierung hat nach Zeitungsberichten vom Donnerstag ein neues Unternehmen gegründet, dass sich um die Vermarktung von Walfleisch kümmern soll. Um den Verbrauchern das Fleisch schmackhafter zu machen, soll es unter anderem billiger angeboten werden als bisher. Das Fleisch für die Marketing-Offensive stammt aus dem angeblich wissenschaftlichen Walfang Japans.

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Neue Zielgruppen hofft die japanische Regierung in Familienrestaurants, Schulen und Krankenhäusern zu finden, an die das Walfleisch besonders günstig abgegeben werden soll. Insbesondere Kinder und Jugendliche sollen so von klein auf an Walfleisch gewöhnt werden. Wir wollen, dass die Leute Walfleisch genießen, wird ein Sprecher des japanischen Instituts für Walforschung zitiert. Anfang diesen Jahres hatte Greenpeace versucht, die illegale Waljagd der vermeintlichen Forschungseinrichtung in der Antarktis zu stören.

Kritik von Australien an Japan im Vorfeld der IWC-Jahrestagung

Die australische Regierung beschuldigte unterdessen die japanische Führung, gezielt arme Nationen zum Beitritt zur Internationalen Walfangkommission (IWC) zu drängen, um endlich das Walfangverbot aufheben zu können. Die IWC trifft sich im Juni im Karibikstaat St. Kitts & Nevis. Greenpeace hat schon vor Jahren auf die Praxis Japans und anderer Pro-Walfang-Staaten hingewiesen, mit Entwicklungshilfe Stimmen für den Walfang zu kaufen.

Vom 16. Juni an müssen wir wieder zittern, ob Japan bei der diesjährigen IWC-Tagung genug Stimmen zusammenbekommen wird, um das Walfangverbot aufzuheben, sagt Stefanie Werner, Waleexpertin von Greenpeace. Es ist eigentlich sicher, dass Japan diesmal eine einfache Mehrheit dafür erhält. Gerade in der Karibik waren die japanischen Emissäre in diesem Jahr fleißig auf Stimmenkauf. Für eine Aufhebung des Walfangverbots wäre jedoch eine Dreiviertelmehrheit nötig.

Publikationen

Die internationale Walfang-Kommission (IWC)

Die IWC wurde 1948 gegründet und hatte ursprünglich 14 Vertragsstaaten. Die Zielsetzung ist: Ausarbeitung aller Bestimmungen zum Thema Wale, die Unterstützung der Wissenschaftlichen Forschung und die Sicherung der Walbestände.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Stellungnahme zum Raumordnungsplan für Nord- und Ostsee

Das Bundesinnenministerium hat unter Federführung des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie den finalen Entwurf des Raumordnungsplans für die deutsche Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) jenseits des Küstenmeers der Nord- und Ostsee vorgelegt. Ziel soll die nachhaltige Nutzung sein, nicht zuletzt um den guten Umweltzustand der Meere zeitnah zu erreichen. Der Plan soll bis mindestens 2031 gelten. Die deutschen Umweltverbände kritisieren den Entwurf, hier die ausführliche Stellungnahme.

High Stakes

The environmental and social impacts of destructive fishing on the high seas of the Indian Ocean

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Über die Verhältnisse

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