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Japan: Flipper im Blutbad

In der Bucht der japanischen Hafen- und Walfangstadt Taiji sind in den vergangenen 24 Stunden 150 Delfine mit Lanzen und Messern abgeschlachtet worden. In Japan sterben so auch in diesem Jahr wieder Tausende Delfine in küstennahen Gewässern. Offiziell wird die Zahl der zwischen Oktober und April getöteten Tiere mit bis zu 17.000 angegeben. Tatsächlich dürften es bis zu 20.000 sein. Am Schlimmsten trifft es die Dalls-Schweinswale, deren Bestand ernsthaft gefährdet ist.

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Die zuvor durch Lärm orientierungslos gemachten Meeressäuger werden mit Netzen vom offenen Meer in Buchten zusammengetrieben, wo man sie dann absticht oder einfach ertrinken lässt. Zwischen Einfangen und Töten liegen oft mehrere Tage mit extremen Stress für die Tiere. Befürworter dieser Jagd verweisen darauf, dass es die Tradition und Teil ihrer regionalen Esskultur sei.

Hinter dem grausamen Delfinsterben steckt ein anderes, milliardenschweres, Geschäft, erklärt Stefanie Werner, Meeresbiologin von Greenpeace: Vergnügungsparks und Aquarien bieten den Schlächtern einen besonderen Anreiz für das Fortsetzen der Jagd. Denn sie zahlen für die makellosesten und kräftigsten Tiere bis zu 100.000 Dollar.

Während in unseren Gefilden Delfinarien mittlerweile vehement abgelehnt werden, da sie eine völlig ungeeignetes Umfeld für die hochkomplexen Säugetiere sind, boomen sie vor allem in Urlaubsregionen, sagt Stefanie Werner. Die Tiere werden auf zwei Arten missbraucht: Für einen Lebensmittelmarkt, der das Fleisch nicht mehr braucht und als Clowns für gelangweilte Urlauber.

Unser Empfehlung: Schützen Sie die Delfine, indem Sie keine Delfinshows besuchen. Auch nicht im Urlaub. Und engagieren Sie sich mit Greenpeace, damit die deutsche Regierung eine Führungsrolle innerhalb der Europäischen Union beim globalen Walschutz übernimmt. Im Mai tagt wieder die Internationale Walfangkommission. Die Walschutznationen müssen sich dafür stark machen, dass aus der Walfang- eine Walschutzkommission wird, die sich nicht nur mit den 13 Großwalarten, sondern mit allen Arten und allen Gefahren für die Wale in den Meeren beschäftigt.

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