Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Japan fängt weniger Wale als geplant

Nach Angaben des japanischen Amtes für Fischerei hat die Walfangflotte in der vergangenen Saison weniger Wale gefangen als geplant. Grund dafür seien vor allem Störmanöver von Umwelt- und Tierschützern gewesen. Dienstagmorgen wird die Walfangflotte in Japan zurückerwartet.

  • /

Insgesamt mussten 551 Minke-Wale in den vergangenen Monaten ihr Leben lassen - 40 Prozent weniger als die Japaner sich vorgenommen hatten. Mit unseren Aktionen in der Antarktis konnten wir dieses Jahr hunderten Walen das Leben retten, sagt Thilo Maack, Walexperte von Greenpeace. Trotzdem, 551 tote Minkewale sind 551 zu viel, die kommerzielle Jagd muss sofort gestoppt werden!

Die Walfangflotte sollte 900 Meeressäuger erlegen. Darunter 850 Minkewale und 50 Finnwale. Finnwale habe man nur in geringer Zahl finden können, hieß es aus dem Amt. Auf internationalen Druck musste Japan bereits frühzeitig den geplanten Fang von 50 Buckelwalen aufgeben. Die Europäische Kommission und Australien hatten Japan aufgefordert, die Jagd auf die Wale zu stoppen.

Ungeachtet eines 1986 verhängten Verbots für den kommerziellen Walfang umgeht Japan dieses Moratorium. Trotz weltweiter Proteste fahren die japanischen Walfänger Jahr für Jahr in das antarktische Südpolarmeer, um unter dem Deckmantel des wissenschaftlichen Walfangs Wale zu töten.

Das Greenpeace-Schiff Esperanza war mit seiner Besatzung von Oktober 2007 bis Februar 2008 unterwegs, um möglichst vielen Walen das Leben zu retten. Von Greenpeace Deutschland war Regine Frerichs mit an Bord. Sie berichtete regelmäßig in ihrem Blog Zwischen Walen und Harpunen von der Esperanza.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Schwarzer Tag fürs ewige Weiß

Wirtschaftliche Interessen wogen schwerer als die Gesundheit der Ozeane: Die Antarktisschutzkommission CCAMLR beschließt vorerst kein Schutzgebiet im Weddellmeer.

Weit weg, nah am Herzen

Mehr als 380.000 Menschen unterstützen die Greenpeace-Forderung nach einem Schutzgebiet im Südpolarmeer. Ihre Unterschriften haben Antarktisschützer heute in Berlin übergeben.

Schleichendes Gift

Wenn Verbote zu spät kommen: Große Teile der weltweiten Orca-Bestände stehen vor dem Aussterben. Schuld ist ein Schadstoff, der seit fast 15 Jahren auf der Schwarzen Liste steht.