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Jagdquote auf Eisbären in Grönland

Grönland hat erstmals eine Jagdquote für Eisbären beschlossen. Das Land reagiert damit auf die weltweit zurückgehende Eisbärenpopulation. Mit 150 erlaubten Tieren liegt die Quote jedoch noch weit über dem einzig wirksamen Mittel gegen das Eisbärensterben: einem absoluten Jagdverbot. Generell verboten wurde nun lediglich die Jagd auf Jungtiere und ihre Mütter. Für 2007 wurde zudem eine Jagdquote für Jagdtouristen in Aussicht gestellt.

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Der Eisbär leidet vor allem unter dem globalen Klimawandel. Immer öfter ertrinken jagende Eisbären in den arktischen Gewässern. Die Tiere jagen auf dem Meereseis. Diese Eisdecke schwindet zusehends, so dass die Bären mittlerweile oft weit aufs Meer hinausschwimmen müssen, um Beute zu finden. Viele Eisbären sterben auf offener See, wenn sie zum Beispiel von einem Sturm überrascht werden.

Aufgrund des globalen Temperaturanstiegs hat sich die Eisfläche in der Arktis in den letzten dreißig Jahren um acht Prozent verkleinert. Ob es dem Eisbären gelingt, seine Lebens- und Jagdgewohnheiten schnell genug an die rasch sich verändernden klimatischen Bedingungen anzupassen, ist mehr als fraglich. Experten befürchten, dass er noch innerhalb dieses Jahrhunderts aussterben könnte.

In den vergangenen Jahren wurden jährlich zwischen 200 und 250 Tiere in Grönland geschossen. Für das Fell eines Eisbären erzielt ein Jäger auf dem Markt Preise von bis zu 2.685 Euro. Grönland hat nun erste Maßnahmen ergriffen, um dem Eisbärensterben Einhalt zu gebieten. Doch nur ein Jagdverbot kann dem Aussterben des Tieres zumindest entgegenwirken.

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