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Islands Walfleischhandel wirft Schatten auf Dänemark

Welches Ziel Island mit seinem angeblich wissenschaftlichen Walfang verfolgt, ist am Mittwoch klar geworden: Der isländische Walfangkommissar gab gegenüber dem britischen Sender BBC bekannt, dass Island bis zu zwei Tonnen Walfleisch an die Färöer Inseln verkaufen will.

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Island erhöht mit kämpferischem Eifer den Druck auf das Walfangverbot, sagt Stefanie Werner, Meeresexpertin von Greenpeace. Schon vor Wochen beantragte die alte Wikingernation die Herablistung der Schutzwürdigkeit von Finnwalen bei dem Washingtoner Artenschutzabkommen CITES. Verbunden war das mit der offiziellen Ankündigung, den Handel mit der stark gefährdeten Art wieder aufnehmen zu wollen.

Geschickt nutzt Reykjavik dabei ein schon lange bestehendes Schlupfloch im internationalen Recht aus, das zu schließen, Dänemark seit Jahren verzögert. Für Walprodukte gilt ein internationales Handelsverbot, das Island nicht anerkennt. Werner: Mit dem anstehenden Export der zwei Tonnen Fleisch von Zwergwalen ist ein weiterer Schritt in Richtung Rekommerzialisierung der Waljagd getan.

Dass Island sich als Handelsziel ausgerechnet die Färöer ausgesucht hat, hat den Hintergrund, dass die Inselgruppe kein Mitgliedsstaat des zuständigen Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) ist. Zwar sind die Faröer ein autonomes Außengebiet von Dänemark, das schon vor geraumer Zeit diesem UN-Abkommen beigetreten ist, doch Kopenhagen stellt sich auf den Standpunkt, dass die Färöer nicht an die Artenschutzbestimmungen gebunden seien. Die Begründung: Es fehle der rechtliche Rahmen, in dem solche Gesetze auch auf den Faröer umgesetzt werden könnten.

Klar ist jedoch eins: Bei dem diesjährigen Treffen der Internationalen Walfangkommission (IWC) fiel Dänemark dadurch auf, dass es unverblümt eine Rückkehr des kommerziellen Walfangs forderte.

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