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Island nimmt den kommerziellen Walfang wieder auf

Die Isländische Regierung legte eine Fangquote von 40 Minkwalen für die derzeitige Jagdsaison fest. Die ersten Walfänger stachen am Dienstag in See.

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Erst im letzten Jahr stoppte Island den kommerziellen Walfang. Die Jagd sollte so lange verboten bleiben, bis es einen Markt für Walfleisch gibt. Das ist zurzeit jedoch nicht der Fall. Der Markt für Walfleisch hat sich gegenüber dem letzten Jahr nicht verändert, sagt Thilo Maack, Meeresexperte bei Greenpeace.

Die Ergebnisse einer Studie von 2006 belegen, dass nur 1,1 Prozent der isländischen Bevölkerung ein Mal pro Woche oder öfter Walfleisch essen. Rund 82 Prozent der 16-24jährigen haben noch nie Walfleisch gegessen.

Die Entscheidung für die Aufnahme der Jagd ging von Fischereiminister Einar Gudfinnsson aus. Andere Mitglieder der Regierung distanzieren sich von dieser Entscheidung.

Die Jagd gefährdet nicht nur den Bestand der Wale. Auch die Isländische Tourismusbranche und damit die Wirtschaft könnten geschädigt werden. Dazu Maack. Im Gegensatz zum Walfleisch ist der Markt für Whalewatching sehr groß. Über 100 Tausend Menschen haben letztes Jahr in Island nach den Meeressäugern Ausschau gehalten.

Die isländische Regierung sollte lieber in das lukrativere Whalewatching investieren, als die Touristen durch den überflüssigen Walfang zu verjagen.

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