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Update zu Statfjord A: Ölpest in der Nordsee

Stürmisches Wetter über der Nordsee verhindert bislang alle Versuche, Tausende Tonnen ausgetretenen Rohöls im Statfjord-Ölfeld abzusaugen. Mehrere Ölbekämpfungsschiffe und die norwegische Küstenwache sind vor Ort. Experten hoffen, dass der Sturm das Öl ausreichend aufpeitscht und verdünnt, um die Region vor schweren Schäden zu bewahren.

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Das Öl war am Mittwochmorgen beim Beladen des Tankers Navion Britannica aus einer Ladeboje der Ölplattform Statfjord A des Betreibers StatoilHydro ausgetreten. Vermutlich hatten Sturm und hoher Seegang zum Bruch einer Pipeline geführt. Der Ölteppich trieb parallel zur norwegischen Küste nach Norden.

Das Unglück ist das zweitgrößte in der norwegischen Geschichte. Die schlimmste Ölpest ereignete sich 1977. Damals schoss aus der Bohrinsel Bravo im Ekofisk-Ölfeld tagelang eine Ölfontäne hoch. Der Ölteppich war Medienberichten zufolge größer als die Fläche des Saarlands.

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