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Statfjord A: Ölpest in der Nordsee

Die dritte Hiobsbotschaft innerhalb weniger Wochen: Im Statfjord-Ölfeld 200 Kilometer westlich von Bergen sind am Mittwochmorgen 4.000 Tonnen Rohöl aus einer Bohrinsel ausgelaufen - die zweitgrößte Ölpest in der Geschichte Norwegens.

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Das Unglück ereignete sich beim Beladen des Tankers Navion Britannica. Die genauen Umstände sind noch ungeklärt. Doch offenbar riss bei heftigem Wind und starkem Wellengang eine Verbindungspipeline zwischen Ladeboje und Schiff.

Dieser Unfall zeigt erneut, dass Ölfirmen unfähig sind, die notwendige Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen. Wie sonst lässt sich erklären, dass trotz der herrschenden extrem schlechten Wetterbedingungen Öl auf einen Tanker verladen wurde?, kommentiert Jörg Feddern, Ölexperte von Greenpeace. Wie bekannt wurde, ist die Ladung des Tankers für Hamburg bestimmt.

Der Ölteppich treibt derzeit bei sieben Meter hohen Wellen nach Norden. Große Mengen des Öls werden durch den Seegang unter Wasser gedrückt. Die schlechten Wetterbedingungen erschweren Notmaßnahmen. Das Unglück bedroht reiche Fischgründe, vor allem Hering und Makrele. Die Region ist zurzeit ein Kerngebiet der Heringsfischerei.

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