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Schwerer Unfall auf der Elbe: 400 Tonnen Diesel ausgelaufen

Nach einer schweren Schiffskollision auf der Elbe sind am Mittwoch vor den Toren Hamburgs bis zu 400 Tonnen Diesel ausgelaufen. Auf dem Fluss bildete sich ein viele Kilometer langer Ölteppich. Der Diesel war am Morgen aus dem 82 Meter langen Tankschiff Undine entwichen, das mit dem 95 Meter langen Frachter Aldebaran havariert war.

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Die Elbe wurde an der Unfallstelle bei Hamburg-Altengamme für den Schiffsverkehr vorübergehend gesperrt. Mittlerweile hat der Dieselteppich das Hamburger Stadtgebiet erreicht und wird sich schnell weiter Richtung Nordsee bewegen. Ölsperren sollen eine Ausbreitung des Treibstoffs verhindern. Insbesondere sollen die Uferreginonen geschützt werden, da dort der größte Schaden für die Umwelt entstehen kann.

Gefährdet ist auch das Naturschutzgebiet Heuckenlock an der Süderelbe. Es ist eines der letzten Süßwasser-Wattgebiete Europas und gilt als Perle unter den Naturschutzgebieten Hamburgs. Das Biotop ist bekannt für seine Sumpf- und Wasserwildnis und erstreckt sich über drei Kilometer entlang der Elbe vor den Toren der Hansestadt. Welches Ausmaß die Schäden für die Natur haben werden, ist noch nicht abzusehen.

Es besteht eine gute Chance, dass wir mit einem blauen Auge davon kommen. Diesel ist leicht flüchtig, also nicht vergleichbar mit dem schwarzen, zerstörerischen Schweröl, sagt Christian Bussau, Schiffssicherheitsexperte bei Greenpeace in Hamburg. Doch eine Entwarung ist das nicht. Nun kommt es darauf an, wieviel Diesel in den Uferbereich der Elbe gelangt. Morgen wird man dazu mehr sagen können.

Insgesamt hatte der Tanker 920 Tonnen (fast 1 Million Liter) Diesel geladen. Durch die Havarie könnte die Undine fast die Hälfte des geladenen Diesels verloren haben. Das Schiff erreichte noch den Schleusenkanal in Geesthacht, wo Feuerwehr und Wasserschutzpolizei die Lecks abdichten und den restlichen Kraftstoff abpumpen konnten.

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