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Schwefelsäureunfall im Hamburger Hafen

Beim Kentern eines mit Schwefelsäure beladenen Gefahrgut-Tankers im Hamburger Hafen ist am Dienstagabend Säure ausgetreten und hat Menschen und Umwelt geschadet. Elf Personen, die ätzende Dämpfe eingeatmet hatten, kamen ins Krankenhaus. Im Hafenbecken starben Fische. Die für die Sicherung der Unfallstelle und die Bergung verantwortliche Feuerwehr teilte mit, dass die Säure über die Be- und Entlüftungsanlage der Tanks ins Freie geraten sei.

Der Chemikalientanker ENA 2 war mit einem Containerschiff kollidiert. Er fuhr noch rund 500 Meter weiter, bevor er kenterte. Nun liegt er mit dem Kiel nach oben im Hafenbecken und wird von der Feuerwehr kontinuierlich mit Wasser berieselt. So soll ein Ausbreiten von weiteren gefährlichen Dämpfen verhindert werden. Ein Bergungskran ist zu der Unfallstelle unterwegs. Sein Eintreffen wird für Dienstagabend erwartet. Am Mittwochmorgen soll die Bergung beginnen.

Das Schiff mitsamt der Ladung soll zunächst aufgerichtet und dann gehoben werden. Dabei könnte erneut eine größere Menge Schwefelsäure austreten, wenn sich bislang unentdeckte Risse im Rumpf öffnen sollten. Die Unfallstelle wird deshalb weiträumig abgesperrt. Ich erwarte, dass ein Sicherheitskorridor eingerichtet wird, der nach den aktuell herrschenden Windverhältnissen ausgerichtet ist, erklärt Greenpeace-Sprecher Jörg Feddern. Bei einem massiven Austritt von Schwefelsäure könnten die Auswirkungen für die Umwelt katastrophal sein.

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