Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Riesentanker in Litauen freigeschleppt

Der havarierte Öltanker Princess Pia ist am Montag im litauischen Hafen Klaipeda freigeschleppt worden. Er soll nun gründlich auf Sicherheitsmängel untersucht werden. Das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff war am Mittwoch letzter Woche verunglückt. An Bord befanden sich tausende Tonnen Heizöl.

Nach neuesten Erkenntnissen könnte der Tanker auf Wrackteile im Hafenbecken aufgelaufen sein. Bisher war man davon ausgegangen, die Princess Pia sei auf Grund gelaufen. Die Öltanks blieben anscheinend unbeschädigt. Litauen überlegt, den Kapitän wegen verweigerter Zusammenarbeit anzuzeigen, da er damit eine ökologische Krise riskiert habe.

Der Greenpeace-Schifffahrtsexperte Peter Küste hatte bei einem Vorortbesuch letzten Freitag festgestellt, dass sich der Öltanker in keinem guten Zustand befand. Er wies auch darauf hin, dass das einwändige Schiff trotz seines doppelten Bodens nicht automatisch sicherer sei als einbödige Tanker.(abu)

Weiterführende Publikationen zum Thema

Bedrohte Tiefsee

Der Wettlauf um die Ressourcen auf dem Meeresboden hat begonnen. Grund ist der große Hunger der Hightech-Industrie nach Kobalt, das sich in den Manganknollen in tausenden Metern Tiefe befindet. So wird der Tiefseebergbau eine der schwerwiegendsten neuen Bedrohung für unsere Ozeane, noch bevor wir ihre sensiblen Ökosysteme und ihre Prozesse überhaupt verstanden haben.

Antarktis: Schutz fürs südliche Polarmeer

Gesunde Meere sind überlebenswichtig: Sie schenken uns Sauerstoff und binden klimaschädliches CO2. Das macht sie zu unseren besten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel.

Mehr zum Thema

Für Jahrzehnte konserviert

Der Öltanker Exxon Valdez havarierte vor 30 Jahren vor der Küste Alaskas. Giftige Ölreste sind noch heute da. Über die Folgen spricht Greenpeace-Experte Jörg Feddern im Interview.

Auf der Anklagebank

Umweltschutz steht in Norwegen sogar in der Verfassung. Die Regierung erlaubt dennoch hochriskante Bohrungen in der Arktis. Aktivisten klagen dagegen – und protestieren vor Ort.

„Ein gewaltiges Unterfangen“

Vor 22 Jahren besetzten Greenpeace-Aktivisten die Ölplattform Brent Spar – Christian Bussau war dabei. Im Interview schildert er die Aktion – und die aktuelle Situation vor Ort.