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Ölunfall in Dalian - Fotodokumentation ausgezeichnet

Er gilt als eine der weltweit höchsten Auszeichnungen für Fotografen: der World Press Photo Award. Lu Guang, der für Greenpeace China fotografiert, hat einen der begehrten Preise in der Kategorie Spot News erhalten.

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Wir beglückwünschen Lu Guang zu dieser Auszeichnung, sagt Xiajun Wang von Greenpeace China. Das chinesische Büro hatte den Fotografen mit der Dokumentation der Ölpest in China beauftragt. Wang erinnert an den traurigen Hintergrund der preisgekrönten Fotoserie: Die Aufnahmen machen uns den unnötigen Verlust eines Menschenlebens bewusst.

Der chinesische Feuerwehrmann Zhang Liang kam bei Räumarbeiten nach einem Ölunfall im Hafen von Dalian ums Leben. Er und ein Kollege gerieten bei dem Versuch, eine Unterwasserpumpe zu installieren, in das ölgetränkte Wasser. Für Liang kam jede Hilfe zu spät.

Die Ölkatastrophe in Dalian ereignete sich im Juli 2010 - nur kurz nach der Havarie der Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Vielleicht ein Grund, warum das Unglück medial nur wenig Beachtung fand. Tatsächlich flossen beim Ausladen eines liberianischen Öltankers nach einer Pipeline-Explosion in der Hafenstadt Dalian über 60.000 Tonnen Rohöl aus. Zum Vergleich: Das ist mehr als beim Tankerunglück der Exxon Valdez vor Alaska, einer der größten Umweltkatastrophen der Seefahrt.

Greenpeace China war sofort vor Ort, um das Ausmaß des Unfalls zu dokumentieren. Die Aktivisten verteilten Schutzkleidung an die Menschen vor Ort, die teilweise mit bloßen Händen das Öl abschöpften.

Die Ölpest im Golf und in China zeigen uns nur zu deutlich, wie die Gier nach Öl Menschenleben und die Umwelt zerstört. Die Bilder von Lu Guang sind eine Mahnung, von den fossilen Energien Abstand zu nehmen und auf saubere, erneuerbare Energien zu setzen, betont Xiajun Wang. Trotz höchster Sicherheitsbedingungen - ein Ölunfall wie in Dalian oder im Golf kann jederzeit wieder passieren. Länderübergreifend fordert Greenpeace deshalb ein Ende des Ölzeitalters.

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