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Ölpest an der Krim

Das Ölunglück im Schwarzen Meer ist schlimmer, als vermutet: Rund 2000 Tonnen Schweröl verschmutzen Natur und Umwelt an der Krim. Die bisherige Bilanz: 30.000 tote, ölverschmierte Vögel, zehntausende verendete Fische und mehrere tote Delfine. In der Straße von Kertsch brach am letzten Sonntag während eines Sturms ein russischer Tanker auseinander. Nach offiziellen Angaben befanden sich insgesamt 4000 Tonnen Schweröl an Bord des Schiffes.

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Bei dem Sturm gingen nach offiziellen Angaben vier Frachtschiffe unter, sechs liefen auf Grund und etliche weitere gerieten in Seenot. Der 39 Jahre alte Öltanker zerbrach am nordöstlichen Ufer der Meerenge von Kertsch. In einem Gebiet, durch das sich derzeit viele Zugvögel auf ihrem Weg nach Süden befinden. Außerdem leben dort Delfine sowie Schweinswale, die vom Aussterben bedroht sind.

Die Straße von Kertsch zählt zu den am meisten befahrenen Wasserstraßen in der Region. Umweltschützer kritisieren schon lange, dass die für die Flussschifffahrt gebauten Schiffe derartigen Unwettern auf dem Meer nicht standhalten können. Dennoch dürfen sie im Schwarzen Meer fahren. So alte Tanker sind tickende Zeitbomben und können jederzeit und überall Ölunglücke verursachen, sagt Greenpeace-Experte Jörg Feddern. Sie dürften auf den Meeren gar nicht mehr eingesetzt werden.

Aus dem gesunkenen Tanker Volgoneft wird derzeit das verbliebene Öl abgepumpt. Der lange tobende Sturm erschwerte die Bergungsarbeiten erheblich. Etwa 800 Helfer waren am Dienstag nach russischen und ukrainischen Angaben im Einsatz, um den Ölteppich abzutragen und verschmutzte Strände zu reinigen. Auch unsere russischen Kollegen sind vor Ort.

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