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Gibraltar: Greenpeace-Aktivisten verurteilt

Vier Greenpeace-Aktivisten und ein Journalist sind am Mittwoch in der britischen Kronkolonie Gibraltar zu Geldstrafen verurteilt worden. Sie hatten im Januar 2003 mit einer Protestaktion in gibraltarischem Gewässer auf den Einhüllentanker Vemamagna aufmerksam gemacht.

Zwei der Aktivisten waren an Bord geklettert und hatten ein Transparent angebracht, auf dem in Englisch und in Spanisch zu lesen war: Öl-Risiko. Die Verurteilten müssen nun zwischen 250 und 1000 gibraltarische Pfund (etwa 340 bis 1350 Euro) zahlen.

Die Behörden von Gibraltar sollten die Energie, mit der sie Greenpeace verfolgen, auch gegenüber denjenigen einsetzen, die die Schrottschiffe in der Bucht von Algeciras betreiben, fordert Juan López de Uralde, Geschäftsführer von Greenpeace Spanien.

Denn Tanker mit nur einer Hülle sind gefährlich: Wird die Hülle beschädigt, kann das Öl sofort austreten. Sicherer sind moderne Doppelhüllentanker. EU-Häfen dürfen seit dem 21. Oktober 2003 nicht mehr von Einhüllentankern angelaufen werden. Das Verbot gilt allerdings nur für Tanker, die Schweröl geladen haben. Erst ab 2010 dürfen Öltanker mit nur einer Hülle generell keine EU-Häfen mehr anlaufen.

Greenpeace stellt sich seiner Verantwortung. Wir hoffen, dass auch die Regierung Gibraltars die ihre annimmt und das europäische Recht umsetzt, sagt de Uralde. Sie muss sämtliche Einhüllentanker sofort aus den Gewässern der Bucht weisen.

Lesen Sie hier (http://www.greenpeace.org/deutschland/?page=/deutschland/fakten/schiffss...) mehr über Schiffssicherheit.

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