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Die Highland Faith muss auf die Werft

Das 77.000-Tonnen-Schiff Highland Faith, das überwiegend als Tanker eingesetzt wird, darf die Ostsee aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres nicht mehr befahren. Die Highland Faith war vom Greenpeace-Schiff Esperanza bei der Einfahrt in die Ostsee entdeckt und unter Protest bis Kopenhagen begleitet worden.

Dort wurde sie am Montag und Dienstag einer Inspektion durch die norwegische Klassifikationsgesellschaft Det Norske Veritas (DNV) unterzogen und umgehend auf eine Werft nach Holland geschickt.

Ein Sprecher von DNV in Dänemark bestätigte, dass der 22 Jahre alte griechische Tanker, der unter panamaischer Flagge fährt, seine Versicherungszulassung erst nach der Beseitigung technischer Mängel wieder erhalten könne. Greenpeace hatte befürchtet, dass das marode Schiff in einem russischen Hafen Öl laden und auf dem Rückweg mit seiner Ladung wieder durch die Ostsee fahren würde.

Die Highland Faith hat zwar einen doppelten Boden, aber nur eine Hülle. Viermal ist sie in den vergangenen Jahren in verschiedenen Häfen nach Inspektionen aus Sicherheitsgründen festgehalten worden. 1998 lief sie mit einem Maschinenschaden den Hafen von Kingston, Jamaica, an und hatte zudem noch einen Anker verloren. 1999 lief das Schiff in der Kadetrinne - einer der meistbefahrenen und unfallträchtigsten Schiffahrtsrouten der Welt - auf Grund und wurde dabei an der Hülle beschädigt. Die Risse und Löcher wurden erst ein Jahr später repariert. Im Februar dieses Jahres verlor es vor der Südostküste Englands ein Ruder und konnte erst am 12. Mai die englische Werft wieder verlassen.

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