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Der Fall Exxon Valdez: Ölmulti Exxon verliert vor Gericht

Es bleibt dabei: Exxon Mobil muss hunderte Millionen US-Dollar Zinsen an die Geschädigten der Exxon Valdez-Ölkatastrophe in Alaska zahlen. Ein kalifornisches Berufungsgericht bestätigte jetzt das Urteil des Obersten Gerichtshofs von 2008. Der Konzern hatte zuvor 20 Jahre lang - zum Teil erfolgreich - versucht, sich aus der Verantwortung zu stehlen.

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Exxon Mobil (Esso) wurde 1996 in erster Instanz zu einer Strafzahlung von fünf Milliarden US-Dollar verurteilt. In immer neuen Berufungsverfahren gelang es dem Multi, den Schadenersatz für die Betroffenen auf rund 500 Millionen Dollar zu drücken.

Zuletzt ging es um die Frage, ob Zinsen rückwirkend ab der ersten Verurteilung oder erst ab 2006 zu zahlen seien. Der Oberste Gerichtshof entschied 2008, Exxon habe ab 1996 zu zahlen. Dieses Urteil hat das Berufungsgericht in Pasadena jetzt bestätigt. Damit erhöht sich die Entschädigung um knapp 500 weitere Millionen Dollar.

In Alaska haben nach der Havarie der Exxon Valdez im März 1989 rund 40.000 Menschen gegen Esso geklagt: überwiegend Fischer, die durch die Ölpest ihre Existenzgrundlage verloren hatten. Etliche dieser Menschen sind mittlerweile nicht mehr am Leben.

Wer jetzt noch Ansprüche geltend machen kann, erhält rund 15.000 Dollar Entschädigung plus noch einmal so viel Zinsen - ein schändlich niedriger Betrag für ein zerstörtes Leben. Zum Vergleich: Exxon Mobil fuhr 2007 den größten Gewinn seiner Unternehmensgeschichte ein - 40,6 Milliarden US-Dollar.

Weitere Informationen über den Fall Exxon Valdez finden Sie in unserem Interview mit dem Greenpeace-Experten Jörg Feddern.

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