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Daumen drücken, dass nichts schief geht

Mehrere Hafenbecken sind für die Schifffahrt gesperrt. Patrouillenboote der Wasserschutzpolizei liegen quer zur Fahrrinne und schirmen die Unglücksstelle im Umkreis von 300 Metern Entfernung ab. 25 Feuerwehrleute sind permanent vor Ort und kühlen den Rumpf des Wracks mit Fontänen aus Löschbooten. Seit dem Unglück, das am Montag der betrunkene Kapitän des gekenterten Tankerschiffs verursacht hatte, tritt weiterhin Schwefelsäure aus.

Taucher des Hamburger Bergungsunternehmens Harms haben am Mittwochnachmittag begonnen, sich unter Wasser ein Bild von der gekenterten ENA 2 zu machen. Sie suchen nach geeigneten Stellen, an denen die armdicken Stahltrossen des Bergungskrans Enak befestigt werden könnten. So soll das Schiff zunächst stabilisiert werden, damit es nicht auseinander bricht. Eine kleine Menge der stark ätzenden Schwefelsäure hatte an der Unglücksstelle kurz nach der Kollision am Montag bereits zu einem Fischsterben geführt. Insgesamt hat das doppelwandige, über 30 Jahre alte Spezialschiff 500.000 Liter Säure geladen.

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass einer der vier Tanks bei den Bergungsarbeiten aufreißt, muss das Schiff wie ein rohes Ei behandelt werden. Wenn nichts beim Abpumpen der Ladung und dem Umdrehen und Anheben des Wracks passiert, so Greenpeace-Schiffahrtsexperte Christian Bussau, dann ist Hamburg haarscharf an einer Katastrophe vorbeigeschlittert!

Feuerwehr, Polizei, Bergungsunternehmen und Norddeutsche Affinerie (als Eigner des havarierten Schiffes) beraten am Abend über die weiteren Schritte. Frühestens Donnerstag, so heißt es, könne mit dem Abpumpen der Ladung begonnen werden. Wenn mit der Bergung begonnen wird, müssten einige Hafenbetriebe evakuiert werden. In einem Umkreis von 1000 Metern um das Wrack herum würden dann zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen gelten. Die Menschen am gegenüberliegenden Elbstrand in Altona und St. Pauli seien aber nicht betroffen.

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