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Wettbewerb BP-Logo-Verfremdung zu Ende

BP - Blind Polluters

Seit dem 30. April konnte jeder seiner Wut oder seiner Hilflosigkeit über die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko kreativ Luft machen. Greenpeace Großbritannien hatte in einem Wettbewerb dazu aufgrufen, das trügerisch grüne Logo von BP zu verfremden. Das Ergebnis: 1399 BP-Logos, die zeigen, was hinter der grünen Maske wirklich steckt.

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BP behauptet in Werbekampagnen "beyond petroleum" zu sein - also "jenseits des Öls". Die Katastrophe, die ihre Tiefseebohrung nun ausgelöst hat, steht dazu im krassen Gegenteil. Die Empörung darüber ist groß. Vor allem ärgern sich viele darüber, dass der Konzern vor dem Unfall versuchte die Öffentlichkeit mit seiner Image-Vergrünung an der Nase herumzuführen. Das war sicher eine der Hauptmotivationen für die Teilnehmer des Wettbewerbs.

Das Team von Greenpeace Großbritannien steht nun vor der schweren Aufgabe das beste Logo auszusuchen. Es soll in der Kampagne gegen die Öl-Konzerne eingesetzt werden. Unter den Logos, die jeder auf Flickr anschauen kann, ist alles dabei: Ölverschmierte Fische, Vögel und andere Tiere in Kombination mit neuen Bedeutungen für die Abkürzung BP. Aus "beyond petroleum" oder "British Petroleum", wie das Unternehmen früher hieß, wird "blind polluters" (blinde Umweltverschmutzer), "broken promises" (gebrochene Versprechen), "burning planet" (brennender Planet) oder "blind profit" (blinder Profit).

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