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Bosporus: Kontrollen für Öltanker

Die Türkei hat die Durchfahrtsbedingungen von Öltankern am Bosporus verschärft. Wie der Leiter des Küstenschutzes in Istanbul mitteilte, ist die neue Vorschrift vor zwei Wochen in Kraft getreten. Sie soll die Sicherheit der Stadt und der türkischen Küste garantieren. Über die Meerenge werden täglich über 5,5 Millionen Hektoliter Öl transportiert. Sie stammen aus russischen, ukrainischen und georgischen Ölterminals im Schwarzen Meer.

Das neue Gesetz untersagt Schiffen mit einer Länge über 200 Metern, den Bosporus nachts zu durchqueren. Öltanker und Schiffe mit Gefahrgut müssen sich mindestens 48 Stunden vorher anmelden. Weiterhin verbietet das neue Gesetz die Durchfahrt in der Gegenrichtung, wenn Schiffe mit einer Länge von 250 bis 300 Metern den Bosporus passieren. Vorwürfe von Ölfirmen, das Gesetz führe zu erheblichen Verspätungen, wies der Küstenschutz als unbegründet zurück.

Verkehrskontrollen und die geplante Radarüberwachung sind wichtige Voraussetzungen, um den Schiffsverkehr sicher zu machen, kommentiert Dr. Christian Bussau, Schifffahrtsexperte von Greenpeace. Das ist wie im Straßenverkehr: Weiß der Autofahrer, dass ein Verkehrspolizist ihn beobachtet, dann fährt er vorsichtig und hält sich an die Verkehrsregeln. Wie schnell der Kontrolleffekt wirkt, hat Greenpeace in der Kadetrinne, der Schifffahrtsroute zwischen Dänemark und Deutschland, nachgewiesen. Im Frühjahr 2001 wurden dort 200 Regelverstöße festgestellt. Dann änderte sich das Fahrverhalten: Die Schiffe fuhren vorsichtiger und hielten sich an die Regeln. Die Greenpeace-Kontrolle hatte sich herumgesprochen

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