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44.369 Postkarten gegen Schrotttanker

Unerwartet viel Post hat das Bundesverkehrsministerium am Donnerstag bekommen: 44.369 Postkarten und Unterschriftenlisten, gefüllt in ein drei Meter langes Tankermodell. Christian Bussau, Schiffssicherheitsexperte bei Greenpeace, überreichte die Post dem Sprecher des Ministeriums.

Greenpeace hatte die Unterschriften seit dem Untergang des Tankers Prestige im November 2002 vor allem in den norddeutschen Küstenländern gesammelt. Die Bürger fordern mit ihrer Unterschrift mehr Schutz vor Tankerunfällen für die Küsten - zum Beispiel ein weltweites Verbot von Tankern, die über zwanzig Jahre alt sind und keine Doppelhülle besitzen.

Zwar habe die Regierung seit der Strandung der Pallas im Winter 1998 bereits einige Maßnahmen getroffen, die die Küstensicherheit erhöhen, erklärt Bussau. Dennoch fahren weiterhin jeden Tag gefährliche Schrotttanker vor der deutschen Küste.

44.369 Bürger fordern die Bundesregierung auf, bei der IMO, der Internationalen Organisation für die Seeschiffahrt, noch mehr Druck zu machen, sagt Bussau und fährt fort: Deutschland muss in der IMO und in der EU ein sofortiges Verbot von Einhüllentankern durchsetzen, die mehr als zwanzig Jahre alt sind. (mod)

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