Bordtagebuch einer Greenpeace-Aktivistin

Im Fadenkreuz der Walfänger

Wer kennt nicht die Bilder aus den Medien? Die riesigen Schiffe der Walfangflotten und daneben die winzigen Schlauchboote von Greenpeace. Regine Frerichs steuerte solch ein Boot und war im letzten Winter 103 Tage für Greenpeace im Südpolarmeer unterwegs. Sie kreuzte mit ihrem Team in einem der schwierigsten Gewässer der Welt, manövrierte zwischen Eisschollen und vor japanischen Fangschiffen, immer mit dem Ziel, den Harpunen der Jäger im Weg zu sein. Ein Kampf David gegen Goliath für die Erhaltung einer Spezies, die einzigartig auf der Welt ist und in höchstem Maße bedroht.
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In ihrem Bordtagebuch erzählt die Aktivistin hautnah, authentisch und mit viel Witz von der Zusammenarbeit der 40 köpfigen Crew, dem Leben auf hoher See und der großen Chance für uns und die Wale. Und sie gibt Antwort auf die Frage, was einen Menschen dazu bringt, sich ins Eismeer zu wagen, um die Geheimnisse des Meeres zu erforschen und allen Gefahren zu trotzen.

Regine Frerichs wurde im Juni 1960 in Hamburg geboren. Während ihres Studiums der Geologie und Paläontologie machte sie eine Ausbildung zur Forschungstaucherin und arbeitete danach als Taucherin. Sie baute mit Kollegen eine Fachzeitschrift für Berufstaucher auf und war dort zwei Jahre Chefredakteurin.

In dieser Zeit nahm sie Kontakt zu Greenpeace in Hamburg auf und wurde ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Tauchergruppe. Seit August 2000 arbeitet Regine Frerichs als Angestellte bei Greenpeace in der Aktionsabteilung, verantwortlich für die Ausbildung der Schlauchbootfahrer. Seit 2003 gehört sie zum internationalen Bootfahrer-Trainerteam von Greenpeace.

Regine Frerichs, erscheint 9/2008 im KOSMOS Verlag

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