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Illegale Hotelburgen bedrohen das Aquarium der Welt

An der Küste des Golfs von Kalifornien haben Greenpeace-Aktivisten gegen illegale Bauvorhaben für den Tourismus protestiert. Mit einem Banner stellten sie sich auf eine Baustelle am Strand von Puerto Los Cabos. Die Aufschrift lautete: Zerstörung um jeden Preis. Drei Aktivisten ketteten sich an Baufahrzeuge. Die von Sicherheitsleuten herbeigerufene Polizei schritt nicht ein, weil es sich um einen friedlichen Protest handele. Das Greenpeace-Schiff Esperanza befindet sich im Verlauf seiner einjährigen Welttour gerade im Golf von Kalifornien.

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Beim Puerto Los Cabos-Projekt werden 800 Hektar bebaut. Davon wird das San Jose del Cabo-Feuchtgebiet in Mitleidenschaft gezogen, der wichtigste Trinkwasserlieferant in der Region. Gebaut werden sollen zwei Golfplätze, drei große Hotelanlagen, 1.168 Häuser, drei Strandclubs, zwei Themenparks und eine Marina für 500 Boote. Schon jetzt muss die Bevölkerung von Los Cabos Trinkwasserzuteilungen wegen Wassermangels hinnehmen, während die Touristen in den Hotels unbegrenzt Wasser verbrauchen können.

Dies ist lediglich ein Tourismus-Förderprojekt, wie sie reihenweise auf der Halbinsel Niederkalifornien geplant sind, sagt Alejandro Olivera von Greenpeace Mexiko. Aber es gibt noch viel mehr solcher illegaler und nicht nachhaltiger Vorhaben, die das 'Aquarium der Welt' bedrohen. Wir fordern deshalb Präsident Felipe Calderón und seinen Regierungsapparat auf, diese Planungen zu stoppen, von denen ein Risiko für die Umwelt, die Bevölkerung sowie den Lebensraum der wilden Tiere ausgeht.

Der Ausdruck Aquarium der Welt geht auf den berühmten französischen Meeresforscher Jacques Cousteau zurück, der den Golf von Kalifornien wegen seiner einzigartigen Vielfalt an Meereslebewesen so nannte.

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