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Höhere Fangquote für Ostsee-Dorsch

Die EU-Fischereikommission hat am Montag die Ostseefischerei-Quotenempfehlungen für das kommende Jahr veröffentlicht. Die Kommission schlägt vor, die Quote für Dorsch in der östlichen Ostsee deutlich zu erhöhen.

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Die Fangmengen sollen um 15 Prozent auf 44.480 Tonnen steigen. Vom westlichen Bestand sollen in Zukunft 15 Prozent weniger gefangen werden. Hingegen könnte die Quote für Hering um über 60 Prozent sinken.

Die östlichen Dorschquoten der Kommission wären einen Lacher wert - wenn das alles nicht so traurig wäre, sagt Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack. Mit der Erhöhung der Fangmenge für Dorsch in der östlichen Ostsee gibt man dem Bestand und damit auch der dortigen Fischerei den Todesstoß.

Über die Vorschläge werden die Fischereiminister der EU-Mitgliedsländer im Oktober entscheiden. Seit Jahren fordert der Rat für Meeresforschung (ICES) eine Nullquote für den östlichen Ostseedorsch.

Außerdem wäre auch ein Blick auf das Gesamtökosystem der Ostsee lohnenswert gewesen. Überdüngung, Klimawandel und einwandernde Fremdarten sind seit Monaten Thema in der Berichterstattung zum Zustand der Ostsee.

Der politische Wille, angemessen auf die ständige Verschlechterung zu reagieren, fehlt offensichtlich. Nachhaltige Fischereipolitik sieht anders aus. Die reduzierten Quoten für westlichen Dorsch und Hering kommen Jahre zu spät, so Maack.

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