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Harte Zeiten für den Kabeljau

Von den vielversprechenden Fischerei-Reformplänen der EU-Kommission ist nicht viel übrig geblieben. Am späten Freitagabend einigten sich die EU-Fischereiminister auf einen verwässerten Kompromiss: Die Fangquote für den bedrohten Kabeljau wird lediglich um 45 Prozent reduziert. Nur Deutschland und Schweden lehnten den Vermittlungsvorschlag ab, der unter dänischer Ratspräsidentschaft zustande kam.

Die umstrittenen Subventionen für den Bau neuer Schiffe der EU-Fischereiflotte werden unter bestimmten Bedingungen bis Ende 2004 weiter gezahlt. Die ursprünglichen Reformpläne sahen vor, diese Ende des Jahres zu streichen. Der Kompromiss enthält weiterhin zusätzliche Kontrollmaßnahmen und Prämien für das Abwracken von Schiffen. Die Fangquote von Schellfisch und Wittling wurden ebenfalls reduziert.

Greenpeace bezeichnete die Einigung als ein Desaster. Aus der Reform ist ein Reförmchen geworden, sagte Greenpeace-Meeresexperte Thilo Maack . Es ist zu befürchten, dass es in der Nordsee in absehbarer Zeit keinen Kabeljau mehr geben wird. (abu)

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