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Greenpeace prüft Fischangebot von Supermärkten

Greenpeace stellt heute das neue Supermarkt-Ranking Fisch vor. Es zeigt: Supermärkte und Discounter reagieren auf die Bedrohung der Fischbestände und die Kritik an ihrem Fischangebot. Sie kaufen verstärkt Fisch unter umweltfreundlichen Gesichtspunkten. Gefährdete Arten wie Aal, Rotbarsch, Scholle, Blauflossen-Thunfisch oder Heilbutt finden sich bei einigen Handelsketten nicht mehr im Sortiment. Trotzdem bleibt die Überfischung der Meere ein Problem, das gelöst werden muss.

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Greenpeace begann vor drei Jahren, Handelsketten auf die Folgen ihrer Einkaufspraxis hinzuweisen. Mittlerweile bieten die Handelsketten dem Verbraucher eine Fülle von Informationen rund um die Herkunft ihrer Fischprodukte an. Dabei führen wie in den vergangenen Jahren Kaufland und Norma die Rangliste an. Danach folgen Lidl, Aldi Süd und Rewe. Deutliche Verbesserungen zum Vorjahr zeigten Netto, Bünting, Edeka und Kaiser's Tengelmann. Lediglich Aldi Nord erhält eine rote Bewertung.

Noch 2007 beschäftigte sich lediglich ein Unternehmen mit nachhaltigem Fischfang. Heute müssen Handelsketten durch die Arbeit von Greenpeace ihre Richtlinien konsequent umsetzen und stetig verbessern. Es freut mich, dass sich die Unternehmen ihrer Verantwortung für die Überfischung der Meere endlich stellen, sagt Iris Menn, Meeresexpertin von Greenpeace. Doch für sie ist die Arbeit noch nicht getan. Dies ist erst die Grundlage. Im Regal sind noch zu viele Fischprodukte, die dort nicht mehr hingehören.

Für den Kunden ist inzwischen besser erkennbar, wie ein Supermarkt seinen Fisch einkauft. Zehn der elf Unternehmen erläutern im Internet, mit Informationsblättern, Beschilderungen oder in Werbebroschüren, wie sie auf die Überfischung der Meere reagieren.

Für den Verbraucher ist das eine gute Entwicklung, er wird in Zukunft viel einfacher ein umweltfreundliches Angebot und eine bessere Kennzeichnung der Produkte finden, erklärt Menn. Doch die Überfischung der Meere ist noch längst nicht gelöst und fordert ein 100-prozentiges Engagement der Handelsketten. Gefordert ist auch die EU, deren Fischereiminister im Dezember die Fangquoten für Kabeljau und Co vergeben werden. Die Fischereiminister in Brüssel müssen dringend die Empfehlungen der Wissenschaft für die Fangquoten umsetzen, fordert Menn.

Für die Untersuchungen ist Greenpeace mit den Unternehmen im Gespräch. Zudem werden öffentliche Quellen genutzt und das Fischsortiment samt Kennzeichnung in den Filialen stichprobenartig erfasst.

Vergangene Woche veröffentlichte Greenpeace auch den Fischratgeber 2009. Er zeigt Verbrauchern, worauf sie beim Fischeinkauf achten müssen, welchen Fisch sie guten Gewissens kaufen und welchen sie meiden sollten.

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