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Greenpeace protestiert gegen illegalen Hotelbau in Spanien

ILEGAL - Illegal! In riesigen Lettern haben 30 spanische Greenpeace-Aktivisten die Botschaft auf den über 20 Stockwerke hohen Hotelkoloss im Naturschutzgebiet Cabo de Gata im Süden Spaniens gepinselt. Trotz eines gesetzlich verordneten Baustopps vom Februar 2006 hat sich die Firma Azata del Sol an den Innenausbau der mehr als 400 Zimmer gemacht. Greenpeace fordert seit etwa zwei Jahren den Abriss des Skandalbaus.

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Am Donnerstag um 6:30 Uhr morgens begannen die Aktivisten ihr Werk. Unterstützt wurden sie von der Rainbow Warrier, die in der Nähe des Hotels vor Anker ging. Mit Buchstaben, die sich über drei Stockwerke und eine Fläche von 1.200 Quadratmetern erstrecken, machen die Aktivisten auf die Riesensauerei aufmerksam, die exemplarisch für die Zerstörung von Spaniens Mittelmeerküste steht. Noch ist der Strand von El Algarrobico, auf dem das Hotel errichtet wurde, weitgehend unberührt. Geplant sind allerdings noch weitere Hotel sowie ein Golfplatz!

Wie kann es sein, dass ein Hotel weitergebaut wird, für das es einen offiziellen Baustopp gibt? Greenpeace macht die spanischen Behörden dafür verantwortlich. Das Umweltministerium in Madrid konnte sich nicht mit der Regionalregierung in Andalusien auf eine einheitliche Linie einigen. Hinzu kommt ein Kompetenzgerangel, unter dem nicht nur die Umwelt, sondern auch die Menschen leiden.

Die Meeresexpertin María José Caballero von Greenpeace Spanien erklärt: Seit unserer ersten Anzeige sind mittlerweile zwei Jahre ins Land gegangen. Obwohl uns sowohl aus Madrid als auch von der andalusischen Regionalregierung zugesichert wurde, dass das Hotel abgerissen würde, ist bislang nichts geschehen. Es sieht im Gegenteil alles danach aus, als ob das Hotel gar nicht von diesem Strand verschwinden wird.

Bislang ist das spanische Umweltministerium damit beschäftigt, das illegal bebaute Grundstück zu enteignen. Die Baufirma Azata wehrt sich dagegen mit zahlreichen Klagen, um den Prozess hinauszuzögern und um später höhere Entschädigungen fordern zu können. Für María José Caballero reicht das nicht aus:Jedes Mal, wenn man auf dieses Megahotel blickt, wird einem klar, dass die Umweltbehörden ihre Arbeit nicht ernst nehmen. Es ist der Augenblick gekommen, endlich zu handeln!

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