Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Greenpeace bleibt Beobachter bei der IMO

Die Internationale Meeresorganisation IMO hat entschieden: Greenpeace behält den Beobachterstatus und darf weiterhin als Anwalt der Ozeane auftreten. Die IMO hatte überlegt, Greenpeace wegen angeblicher Leichtsinnigkeit auszuschließen. Greenpeace bezeichnete diesen Vorwurf als bizarr, da er gerade von Interessensgruppen in der Organisation erhoben wurde, die die Industrie-Interessen verteidigen. Sie sind verantwortlich für Unfälle wie den der Exxon Valdez oder der Prestige.

In einer Organisation - dominiert durch spezielle Interessen - sehen wir uns in der Rolle, die IMO an ihre wahren Aufgaben zu erinnern: für die kommenden Generationen saubere Ozeane zu erhalten, sagt Paul Horsman von Greenpeace International. Den Versuch der Billigflaggen-Staaten, die schon zu Zielen des Greenpeace-Protestes wurden, uns aus der UN-Organisation rauszuschmeißen, hat Greenpeace überlebt.

Die Entscheidung der IMO stärkt den Einsatz des Greenpeace-Schiffes Rainbow Warrior: Das Schiff patrouilliert zurzeit in internationalen Gewässern vor dem indischen Abwrackungsplatz Alang. Auf der dortigen Werft werden Schiffe unsachgemäß abgewrackt. Nun, da die IMO unsere Arbeit anerkennt, sollte sie auch unserer Forderung nach einem weltweiten Reglement zu Schiffssicherheit nachkommen, das Schiffsbesitzer zwingt, Chemikalien von Schrottschiffen zu entfernen, fordert Ramapati Kumar, Schiffsexperte bei Greenpeace, und fährt fort: Am wichtigsten ist ein sauberes Recyclen von Schiffen, um die Arbeiter und die Umwelt zu schützen. (mod)

Weiterführende Publikationen zum Thema

Stellungnahme zum Raumordnungsplan für Nord- und Ostsee

Das Bundesinnenministerium hat unter Federführung des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie den finalen Entwurf des Raumordnungsplans für die deutsche Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) jenseits des Küstenmeers der Nord- und Ostsee vorgelegt. Ziel soll die nachhaltige Nutzung sein, nicht zuletzt um den guten Umweltzustand der Meere zeitnah zu erreichen. Der Plan soll bis mindestens 2031 gelten. Die deutschen Umweltverbände kritisieren den Entwurf, hier die ausführliche Stellungnahme.

High Stakes

The environmental and social impacts of destructive fishing on the high seas of the Indian Ocean

Mehr zum Thema

Arktis bald ohne Eis ?

Für das Meereis in der Nordpolarregion ist keine Erholung in Sicht.

Der diesjährige Tiefstand: 4,81 Millionen Quadratkilometer.

Wachs im Wattenmeer?

Bei den Klumpen, die derzeit die Küste verschmutzen, handelt es sich vermutlich um Paraffine aus Tankwaschungen und Containerverlusten. Eine legale Praxis, die beendet werden muss.

Über die Verhältnisse

Deutschland hat seine Ressourcen für dieses Jahr verbraucht. Für alles, was ab jetzt konsumiert wird, zahlen kommende Generationen und andere Länder die Zeche.