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Greenpeace-Ausstellung im Sea Life Speyer

Seit Montag dem 14. April ist im Meeresaquarium Speyer die Greenpeace-Ausstellung Leere Meere zu besichtigen. Besucherinnen und Besucher können sich dort anschaulich über das Leben im Meer informieren, über Gefährdungen durch Überfischung und notwendige Schutzmaßnahmen. Damit setzt Greenpeace die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Sea Life Centern fort. Beide Partner wollen über die Ausstellung hinaus Maßstäbe setzen: Sea Life hat sich gegenüber Greenpeace verpflichtet, dem Umweltschutz bei Errichtung und Betrieb des Aquariums eine wesentliche Rolle einzuräumen.

Wer Sea Life besucht und vom Meer fasziniert ist, der wird sich auch für unsere Arbeit und unsere Erfolge interessieren, sagt Angela Pieske, Ausstellungs-Koordinatorin von Greenpeace. Wir wollen Besucher informieren und im besten Fall so begeistern, dass sie selbst mit Greenpeace aktiv werden und sich für den Schutz der Meere einsetzen. Die wunderbare Welt unter Wasser soll auch in Zukunft in freier Natur und nicht nur hinter den Scheiben der Aquarien zu bewundern sein.

Die größte Gefahr für die Meere geht mittlerweile von der Überfischung aus. Die meisten Speisefisch-Bestände sind durch zu viele Fangschiffe hoffnungslos überfischt. Der Ausstellungsbesucher erfährt davon auf verschiedenen Wegen: Modelle erklären die Fangmethoden, eine Weltkarte zeigt die Fanggebiete, im Restaurant wendet man seinen Teller mit Sushi oder Fischstäbchen und sieht, zu welchen Problemen der Fischkonsum führt. Damit der Besucher weiß, welche Speisefische er ohne Bedenken kaufen kann, gibt es einen aktuellen Fischführer zum Mitnehmen.

Für seine Bemühungen um den Umweltschutz gibt Angela Pieske Sea Life die Note 3+. Nicht alles verwendete Holz trägt das FSC-Siegel, und die aufwändigen Kühlanlagen des Aquariums enthalten ozonschädliches FCKW/FKW. Pieske ist aber zuversichtlich, dass im Falle weiterer Projekte ein besseres Ergebnis erzielt wird. Greenpeace arbeitet schon seit einigen Jahren mit Sea Life zusammen. Ausstellungen zum Walfang, zu Haien und zum Meeresschutz können in den Sea Life Centern in Timmendorf an der Ostsee, Dortmund und Konstanz besichtigt werden. (sit)

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Das Bundesinnenministerium hat unter Federführung des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie den finalen Entwurf des Raumordnungsplans für die deutsche Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) jenseits des Küstenmeers der Nord- und Ostsee vorgelegt. Ziel soll die nachhaltige Nutzung sein, nicht zuletzt um den guten Umweltzustand der Meere zeitnah zu erreichen. Der Plan soll bis mindestens 2031 gelten. Die deutschen Umweltverbände kritisieren den Entwurf, hier die ausführliche Stellungnahme.

High Stakes

The environmental and social impacts of destructive fishing on the high seas of the Indian Ocean

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