Freiheit für die Meere - Konzepte für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Meeren

Von der Öffentlichkeit unbemerkt findet gerade die größte und möglicherweise unumkehrbare Umweltkatastrophe unserer Zeit statt: die Tiefseefischerei mit Grundschleppnetzen auf der hohen See - d.h. außerhalb von 200 Seemeilen und außerhalb der nationalen Gerichtsbarkeit.

Der aktuelle Bewirtschaftungsplan für die hohen See ist ein Werk, in dem es vor Fehlern nur so wimmelt. Lücken im Gesetz und mangelnder politischer Wille sind dafür verantwortlich, dass die Meere restlos leer geplündert werden. Die Artenvielfalt der Hohen See kann nur gerettet werden, wenn das Wohl der Meere Vorrang vor den Interessen der Fischerei erhält. Die internationalen Gewässer müssen zu Meeresschutzzonen werden, die für jeden potentiellen Nutzer erst dann zugänglich sein sollen, wenn er nachweisen kann, dass das Ökosystem nicht geschädigt wird.

Die zur Zeit gültigen Bestimmungen müssen ersetzt werden durch solche, die ganz und gar von der Idee der Freiheit der Meere getragen werden: Konzepte, die sich am Ökosystem orientieren und in dem die Vorsorge als Kern jeglicher Art von Bewirtschaftung der Meere begriffen wird (Vorsorgeansatz).

Greenpeace erarbeitet in seiner Veröffentlichung Freedom for the Seas, for Now & for the Future - Greenpeace Proposals to Revolutionise High Seas Oceans Governance konkrete Konzeptvorschläge. Diese bedeuten grundlegende Veränderungen für das bisherige Management von menschlichen Aktivitäten auf den Weltmeeren. Zugleich garantieren sie den Meeren eine freie, saubere und gesunde Zukunft.

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