Publikation: Tiefsee-Fischerei ruiniert Ökosysteme

Im September trafen sich Experten am Sitz der Vereinten Nationen in New York, um die internationalen Anstrengungen zum Schutz der Ökosysteme in Tiefseegebieten zu evaluieren.
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In den vergangenen fünf Jahren hat die UN-Vollversammlung zwei Resolutionen zum Schutz von Tiefseegebieten und ihrer einzigartigen Artenvielfalt verabschiedet. Viele Länder setzen sich jedoch nach wie vor über die 2006 und 2009 akzeptierten Vereinbarungen hinweg. Die Schadensbegrenzung hat also kaum etwas bewirkt und so werden weiterhin einzigartige Ökosysteme zerstört.

Erst kürzlich veröffentlichte die Umweltschutzkoalition Deep Sea Conservation Coalition (DSCC) einen Bericht, der die unvollständige Umsetzung der Resolutionen und fehlende Reglementierungen offen legte. Vor allem im Nordostatlantik wird nicht korrekt über die Fangmengen Bericht erstattet. Hier wird bis zu einer Tiefe von 1.700 Metern Fischfang betrieben. Tiefseefische sind gefährdeter als Fische, die in weniger tiefen Gewässern leben. Sie wachsen langsamer und vermehren sich erst spät. Einige Spezies können 150 Jahre alt werden.

Mehr als 95 Prozent aller auf dem Meeresgrund gefangenen Fische im Atlantik, Pazifik und Indischen Ozean landen in Grundschleppnetzen. In manchen Fällen wird etwa die Hälfte der Fische, die sich in den Netzen verfangen, wieder ins Meer geworfen. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern haben diese Fische keine Überlebenschance.

In der Europäischen Union wurden 2008 etwa 43.000 Tonnen Fisch in der Tiefsee gefangen. Ein aktueller Greenpeace-Bericht wirft ein Schlaglicht auf die europäische Tiefseefischerei. Sie ist ein weiterer Beleg für den unsinnigen Umgang mit europäischen Subventionen: Steuergelder finanzieren zerstörerische Fischereimethoden und die Zerstörung empfindlicher Ökosysteme.

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